Der Katzen-Opa

Juli 10th, 2012 § 5 comments § permalink

Das Haus, in dem sich die winzige Wohnung am Ende der Welt befand, stand in einer langen Reihe von acht exakt gleich gebauten Häusern. Während vor dem Haus die Straße, dann die schalen Schrebergärten und schließlich die Eisenbahnlinie verliefen, gab es nach hinten hinaus einen riesigen Innenhof. Ungefähr 300 Meter war er lang, dabei hatte er die Form eines spitzwinkligen Dreiecks, das auf der einen Seite von unserer Häuserreihe und auf der anderen Seite durch die Häuser, die an einer anderen Straße lagen, Moltkestraße wurde. Ich selber wohnte ganz hinten, in der Spitze. Die Wohnungen auf der anderen Seite gehörten der gleichen Mietgesellschaft, waren aber deutlich besser in Schuss. In meinem zweiten Sommer renovierte die Wohnbaugesellschaft beide Häuserzeilen, doch während die Häuser auf der andere Seite Balkone, einen modernen weißen Anstrich und ein neues Dach mit einer Solaranlage erhielten, wurde unsere Häuserreihe lediglich ein neuer Anstrich verpasst und die Handwerker hatten sich dabei noch nicht einmal die Mühe gegeben, die neue Farbe mit der der Vorderseite abzustimmen. Im Block nebenan begann man gerade mit dem Abriss der Mietshäuser, die zeitgleich mit unserer Reihe gebaut worden waren, vermutlich war das für die nächsten Jahre mit unseren Häusern auch geplant und das würde erklären, warum man auch innen in den Wohnungen nicht modernisieren wollte.

Die Handwerker waren sehr nett. Morgens winkten sie mir immer von ihrem Baugerüst, in das unser Haus für ein paar Wochen eingekleidet worden war, ins Bad und in die Küche, außerdem sangen sie viel. „Dragostea Din Tei“ war der Sommerhit dieses Jahres und als der Sommer herum war, konnte ich ihn auswendig, ohne ein einziges Mal selber ein Radio angeschaltet zu haben. Unter allen Küchenfenstern meiner Häuserzeile gab es links und rechts je eine 40cm lang Metallstange, damit die Mieter sich dort Wäscheleinen befestigen konnten. Die Handwerker sägten diese einfach ab, denn auch wenn unsere Reihe trotz der neuen Farbe schäbig blieb, auf Leinen hängende Wäsche sieht man in Süddeutschland nicht gerne und ich hatte sogar Bekannte in der Stadt, denen das Aufhängen von Wäsche auf dem Balkon verboten war.

Die Stange hatte ich bis dahin allerdings nicht für meine nasse Wäsche benutzt, sondern um die Katzenleiter für meine kleine Katze daran zu befestigen. Dass die Stangen abgesägt worden waren, störte in den ersten Wochen nicht weiter, Susi kletterte einfach über das Baugerüst in den Hof und wieder zurück in die Küche. Doch eines Tages war das Gerüst weg und ich hatte auch nicht mehr nur eine, sondern zwei Katzen. Tag für Tag war ein hässlicher, ausgemergelter und höchstens vier Monate alter Kater über die Bretter des Gerüsts an meiner Küche vorbeispaziert. Und guckte er die ersten Tage nur mit langem Hals neugierig in meine Küche, um dann, wenn man ihn anfassen wollte, ängstlich fortzulaufen, lief er bald, als wäre nichts, in der Küche herum. Schließlich stellte ich ihm ein erstes, ein paar Tage später ein zweites und schließlich jeden Tag zwei Schälchen Futter hin, die er innerhalb weniger Minuten leer fraß. Irgendwann legte er sich nach dem Fressen auf einen meiner Küchenstühle zum Schlafen, das wiederholte sich bald und schließlich blieb er auch über Nacht. Der Kater wurde nirgends vermisst, in der Nachbarschaft wusste keiner etwas, beim Tierarzt und im Tierheim auch nicht, also fütterte ich ihn weiter und gab ihm nach ein paar Wochen den Namen Theo, wegen des Films „Theo gegen den Rest der Welt“, denn öffnete ich ihm nicht sofort das Küchenfenster, wenn er wieder kam, fing er an, kläglich zu schreien. Aus dem kleinen, hässlichen Fellbündel entwickelte sich dann übrigens ein wunderbarer, liebevoller Prachtkater, der gerade im Zimmer nebenan zufrieden in meinem Bett schläft.

Zwei Katzen, die regelmäßig rein und raus wollten – ich brauchte dringend eine Lösung für die Leiter. Doch ich war nicht die einzige Katzenbesitzerin, die dieses Problem hatte. Im Innenhof lebte nämlich eine ganze Armee von Katzen und sie alle hatten wie meine beiden ein Erdgeschosszuhause. Da gab es Felix, den alten Zottel, der bei Andrea daheim lebte und den ich heimlich im Verdacht hatte, Theos Erzeuger zu sein, weil er die gleichen Musterungen im Fell hatte. Dann der hektische „Turbo“, Andreas zweite Katze und vermutlich auch ein Sohn von Felix, was aber nicht sein konnte, denn Andrea hatte mir versichert, dass er kastriert worden war. Der Ringelkater aus der Nummer 3. Die drei ängstlichen Katzen von dem jungen Mädchen, das gerade frisch eingezogen war. Und das ältere Paar gegenüber hatte auch noch zwei, einen alten, blinden Kater und einen weißen hübschen Kerl namens Purzel, der immer meine Susi zum Spazierengehen abholte. Dazu gab es noch eine Siam- und zwei Mohairkatzen. Ja, Katzen mochte man da unten am Ende der Welt.

Eines Abends stand der Mann des Paares von gegenüber vor meinem Küchenfenster und montierte an der Fensterbank herum. „Äh, was machen Sie denn da und…?“ – „Die habe  ich selber konstruiert, für die Katzenleitern“, sagte er und zeigte stolz auf eine Tüte voller Metalldingse, die unten auf der Wiese lag. Eines dieser Dinge befestigte er gerade an meiner Fensterbank. „Die Leiter kann man einfach da einklemmen und dann mit einem Draht festzurren. Das sollte halten. Diese Idioten, einfach, die Metallstangen abzumontieren, nix im Kopf haben die!““ schimpfte, nahm die Leiter und klemmte und zurrte sie an dem Metalldings fest. „Ach ja, und ich bin der Herr Q. und ich wohne genau gegenüber. Unsere Katzen gehen immer zusammen spazieren. Ich muss weiter, die anderen Klemmen montieren, ach und wie heißt Ihre Katze eigentlich, die mit dem weißen Fleck am Hals? So ein süßes Tierchen!“ –„Äh, Susi“, sagte ich und „Wow, danke, das ist ja echt…“ – „Tschüssi, bis bald!“ Herr Q. schnappte sich die Tüte und weg war er.

War mir Herr Q. bis dahin nie weiter aufgefallen, seit diesem Abend sah ich ihn auf einmal andauernd. Kam ich abends durch den Innenhof gefahren, um mein Rad neben den zwei alten Rädern von Herrn M. aus dem vierten Stock abzustellen, stand Herr Q. schon auf dem Balkon und winkte mir zu. Hatte ich gerade den Müll zu den Containern am anderen Ende des Hofes gebracht, stand Herr Q., der vorher, ich weiß es genau, dort definitiv nicht gestanden hatte, mit einem Gartenschlauch an den Büschen, die hinter der kleinen Mauer hinter dem zu meinem Haus gehörendem Fahrradständer wuchsen und erkundigte sich, wie es Susi so ginge. War ich im Supermarkt, in dem sich die Enddreissiger der Stadt abends trafen, wenn sie jemanden zum Reden suchten, ja dann stand Herr Q. eben am Katzenfutterregal, guckte kritisch in meinen Wagen und sagte „Was? Kitkat? Da ist nur Mist drin. Nehmen Sie lieber das hier!“, um mir das vier Mal so teure Luxusfutter in den Wagen zu werfen, das ich mir nicht leisten konnte und daher  gleich wieder zurück ins Regal legte. Und guckte ich am nächsten Morgen aus meinem Küchenfenster, dann hatte Herr Q. darauf eine Tüte mit fünf Dosen von eben diesem teuren Luxusfutter für mich abgestellt. Das war so in etwa der gleichen Zeit, als es anfing, mir lästig zu werden, im Erdgeschoss zu wohnen. Meine Susi sah ich auf einmal immer seltener. Kam sie früher wie ein geölter Blitz in die Wohnung geschossen, wenn ich abends nach Hause kam und das Küchenfenster öffnete, kam zwar der neue Kater, nicht aber die Katze nach Hause. Und war sie da, fraß sie kaum oder gar nichts, während der neue Kater es sich schmecken ließ. Ich begann mir Sorgen zu machen. „Die Katze frisst nicht, weil sie unglücklich über unsere neuen Mitbewohner ist“, so meine Vermutung, bis ich sie irgendwann einträchtig nebeneinander schlafend auf dem Sofa sah. „Dann sind es die Wurstbrote, die Frau M. immer aus dem vierten Stock wirft“, überlegte ich mir und setzte mich morgens an meinem Küchenfenster auf die Lauer, bis ich sah, wie die Katze die herunterprasselnden Wurststückchen und Brötchenteile ignorierte, um Richtung Herr Q.s Balkon zu marschieren. „Dann hat sie eben was mit dem Magen“, dachte ich, packte die Katze in den Transporter und machte mich zum Tierarzt auf. „Die Katze muss ein bisschen abnehmen, ansonsten ist alles super“, sagte der nach einer umfangreichen Untersuchung. „Achten Sie darauf, dass sie nur zwei Mal am Tag was bekommt, dann bekommen Sie das ganz schnell wieder in den Griff“. –„Zwei Mal am Tag? Die frisst noch nicht mal einmal am Tag was!“ sagte ich. „Ach was“, sagte der Arzt „Das Tier ist gut genährt und gesund, machen Sie sich keine Sorgen.“

„Ja wo kommst Du denn her, ja was ist denn mit Dir, ja was hast Du denn?“ rief Herr Q. vom Balkon, als ich mit dem Tier im Transporter durch den Hof zurück kam. „Beim Tierarzt. Sie frisst seit Tagen nicht mehr“, rief ich irritiert zurück. Seit wann duzten wir uns denn und… „Ach Du Arme, ja das ist aber nicht gut, oje, ja du armes Kleines, ja, oje oje!“ rief Herr Q. zurück. „Ja, ich bin auch schon ganz mit den Nerven runter und…“ –„Ach Du Süße, ach oje oje oje oje, ja was machen wir denn da?“ Hatte der mich eben “Süße” genannt? „Äh, ich gehe jetzt erstmal heim und dann gucken wir weiter“, sagte ich, noch mehr irritiert. Ich schloss die Tür auf, ließ die Katze aus dem Korb, ging in die Küche und ja, da stand auch bereits Herr Q. vor meinem Fenster. „Hier, ich hab Ihnen hier mal was mitgebracht, versuchen Sie das mal aus. Tschüssiiii!“ sagte Herr Q. und reichte mir ein braunes Fläschchen durchs Fenster. „Das sind Bachblüten. Für die Katze”, sagte er verschwörerisch und war auch schon wieder weg und mit ihm auch die Katze, die durchs offene Fenster die Katzenleiter heruntergaloppiert war, doch wohin die beiden verschwanden, konnte ich wegen der Büsche nicht so genau erkennen. Bachblüten, ganz genau, die waren für die Katz. Ich kippte die Flüssigkeit in den Abguss und warf die Flasche in den Altglaskorb. Das war im Sommer 2004.

Sechs weitere Jahre lebte ich in der winzigen Wohnung am Ende der Welt und ich gewöhnte mich daran, dass meine Katze im Sommer gar nichts, in den kalten Monaten aber unwahrscheinlich viel fraß. Erklären konnte ich mir das weiterhin nicht, aber die Katze war gesund und munter, also versuchte ich, mir darüber nicht allzu viele Gedanken zu machen. Und ich gewöhnte mich nach und nach an die Omnipräsenz des unermüdlichen Herrn Q. Der pflanzte zum Beispiel Büsche in unserem Bereich des Hofes. Das sei für die Katzen, sagte er, die schlafen darunter doch so gerne. Herr Q. sammelte auch herumliegendes Glas ein. Für die Katzen, sagte er, damit die sich nicht daran schneiden. Herr Q. achtete darauf, dass die Kinder nur im vorderen Bereich des Innenhofs Fußball spielten, also etwa da, wo das Auto von den M.s aus dem vierten Stock stand, und nicht etwa bei uns hinten. Wegen der Katzen nämlich, die ja gerne unter den neu gepflanzten, schattenspendenden Büschen lagen und schliefen. Und als es mit dem Schlachter aus der Nummer 5 im Herbst 2006 Ärger gab, weil er behauptete, Susi habe ihm die Textilhaube seines Motorrads zerfetzt und wenn sie das nochmal mache, gäbe es mächtig Ärger und im Übrigen wisse er als Schlachter, wie man mit Tieren umgehe, da war es Herr Q., der sich diesen Widerling vornahm. Wie er das gemacht hat, weiß ich nicht, der Schlachter zog jedenfalls ein paar Wochen später aus und trug einen Nasenverband. Auch die Flohplage, die wir im Sommer 2007 im Hof hatten, konnte Dank des unermüdlichen Einsatzes von Herrn Q. schnell eingedämmt werden: Monatelang verteilte Herr Q. bei allen Katzenhaltern Sticks mit Antiflohmittel, das wir den Katzen in den Nacken träufeln sollten. Die kommenden Sommer verliefen ruhig, nur dass ich einfach nicht verstehen konnte, warum meine Susi zwischen Mai und etwa Oktober daheim so gut wie nie etwas fraß, dafür aber in den Wintermonaten morgens um acht und abends um sieben mit lautem Miauen ihr Futter verlangte. Doch das Tier war putzmunter und weitere Tierarzt-Checks ergaben keinen Befund, also beließ ich es dabei.

Im Sommer 2009 hatte ich den Mann kennengelernt und war daher nun ab und an in Köln, bevor ich 2010 ganz dorthin zog. Andrea kümmerte sich um die Katzen, doch als Herr Q. davon Wind bekam, sprach er mich darauf an. Ihm war anzumerken, dass ihm das so gar nicht behagte. Andrea, die ihren Kater nicht hatte kastrieren lassen. Und dann die Flöhe dauernd! Und überhaupt die Hunde, mit denen sie in der Wohnung leben würde, das sei doch alles nichts. Ob er nicht auch ein Auge auf meine Katzen werfen solle und nein, ich brauche ihm dafür kein Futter vorbeibringen, das wäre okay so, ich solle einfach Bescheid geben, wenn ich mal wieder weg müsse, er würde sich um alles kümmern und ach, meine Susi sei ja so eine Süße. Also hatten meine Katzen ab sofort zwei Katzensitter, Andrea fütterte zwei Mal täglich, wusch die Näpfe aus, brachte den Müll mit den leeren Dosen raus und säuberte das Katzenklo und Herr Q. oder, wie der Mann ihn getauft hatte, “der Katzen-Opa”, trug die Verantwortung. Im Sommer 2010 waren der Mann und ich zehn Tage im Urlaub, um uns kurz vor dem sicher anstrengend werdenden Umzug noch ein bisschen zu erholen. Als ich zurückkam und Andrea fragte, wie es gelaufen sei, meinte sie: Sie könne sich das nicht erklären, Theo sei immer sofort da gewesen, wenn sie bei mir sei und habe auch immer gefressen, aber meine Susi sei nie gekommen und sie habe sie auch noch nie fressen gesehen. Aber sie sei schon da, jeden Tag habe sie Susi mit Purzel durch den Hof spazieren sehen, immer am frühen Abend etwa zur gleichen Zeit. Und überhaupt, Susi habe ganz schön zugelegt in den letzten zwei Wochen, in denen ich nicht da gewesen sei. Und in der Tat, meine Katze war gut gelaunt und stand recht ordentlich im Futter. Ich konnte mir das einfach nicht erklären. Was fraß das Tier in den Sommermonaten, wenn es draußen unterwegs war, um Himmels Willen?

Ein paar Tage vorm Umzug ging ich nochmal rüber zu den Q.s, um mich zu verabschieden. Ich klingelte, Frau Q. machte mir auf. Ihr Mann sei unten im Keller, ich solle doch mal unten nach ihm schauen, was er da tue, wisse sie aber auch nicht, sie ginge ja nie da runter. Und ach, die Susi würde ihr sicher fehlen, sie sei fast so etwas wie ein Familienmitglied geworden und es sei so süß, wie sie zwei Mal täglich über den offenen Balkon zu ihnen nach Hause käme. Ich fragte nicht näher nach, bevor wir uns voneinander verabschiedeten. Dann stieg ich in den Keller hinunter, um nach Herrn Q. zu sehen. Da unten war es dunkel, nur am Ende des Ganges schien ein bisschen Licht durch eine Türe und man hörte jemanden herumwerkeln. Das konnte nur Herr Q. sein, also ging ich weiter. Ich öffnete die angelehnte Holzlattentür am Ende des Ganges und da stand auch schon Herr Q. an einem Tisch, mit dem Rücken zu mir. Was er tat, konnte ich nicht erkennen, er hantierte an irgendetwas Rundem herum. “Hallo Herr Q.! Ihre Frau…” – doch weiter kam ich nicht. Herr Q. zuckte zusammen, drehte sich hektisch um, in der einen Hand einen Dosenöffner und in der anderen konnte ich gerade noch eine Dose von diesem stinkteuren Katzenfutter erkennen, das Herr Q. mir im Supermarkt immer in den Wagen steckte, doch da rutschte ihm diese auch schon aus der Hand und flog mit Karacho nach rechts und nun erst sah ich, was sich dort befand: Ein riesiger Quader aus fein säuberlich aufgeschichteten leeren Katzenfutterdosen. So viele Dosen, wie sie eben übrigbleiben, wenn man eine Katze zwei Mal täglich zwischen Mai und Oktober sechs Jahre lang fü…. SCHEPPERZAPETTERZOIIINGG DOINNG KADOINGSSSS SCHEPPERZEPPER DONGSDONGSDONGS ZABADAK KRAWÄNNGGSS!!!!!!

Herrn Q. habe ich seitdem nie wieder gesehen, aber jedes Jahr zu Weihnachten schicke ich ihm ein Foto von meiner Susi mit ein paar netten Grüßen.

 

In der Eisenbahnstraße

Juli 3rd, 2012 § 11 comments § permalink

Manchmal gucke ich mir Fotos von früher an. Früher, das ist in diesem Fall vor drei Jahren und damals war alles noch so völlig anders als es jetzt ist, denn damals kannte ich den Mann noch nicht und ich lebte am Ende der Welt in einer winzigen Wohnung und war der festen Überzeugung, auch an diesem Ende der Welt alleine alt werden zu müssen. Und das vermutlich sogar in dieser winzigen Wohnung.

Die winzige Wohnung lag genau in der Mitte der Stadt, in der ich damals lebte. In wenigen Minuten war man in der Altstadt, am See, in meinem Büro oder im Supermarkt, in dem sich die Enddreissiger der Stadt abends trafen, wenn sie noch jemanden zum Reden suchten, denn Ausgehmöglichkeiten für Single-Enddreissiger in dieser Stadt sind so gut wie nicht vorhanden. Ich war oft damals im Supermarkt und vermutlich hat das nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass ich, wie gestern beschrieben, um die 60 Hosen besitze, denn wer häufig in den Supermarkt geht, der kauft auch häufig ein und wer häufig einkauft, der isst auch viel und vielleicht mehr, als er es vielleicht tun sollte und wer viel isst, nimmt eben auch zu und dann irgendwann mal wieder ab. Und dann braucht man halt entsprechend viele Hosen, damit man beim nächsten Supermarktbesuch was zum Anziehen hat.

Die winzige Wohnung hatte einen sagenhaft günstigen Mietpreis, von dem andere in dieser Stadt nur träumen können, denn die Mieten in dieser Stadt am Ende der Welt sind so hoch wie die in München, Paris oder London. 45 Quadratmeter war die Wohnung groß und dafür bezahlte ich 380 Euro warm inklusive Treppenputzservice und das und die gute Lage waren der Grund, warum ich mich für diese Wohnung entschieden hatte. Dafür waren da dann aber auch die beigen Fließen in der Küche und die kackbraunen Fließen im Bad mit dem gesprungenen Waschbecken aus den 80ern, die fünf verschiedenen Fußbodenvarianten auf drei verschiedenen Höhen, die immer breiter werdenden Risse im Flur, der immer wieder kommende Schimmel an der Küchendecke und die Rollläden nach hinten raus, die man nicht mehr schließen konnte. Überhaupt war die Wohnung in einem ziemlich heruntergekommenen Zustand, als ich dort einzog. Und dann war da noch die Eisenbahn, die alle 20 Minuten an meiner Wohnung vorbeiraste. Also nicht direkt an der Wohnung, denn zwischen der Eisenbahn und meiner Wohnung gab es noch eine kleine Straße und ein schmales Band Schrebergarten. Man soll nicht glauben, dass am anderen Ende der Welt nicht viel Verkehr herrscht – zwischen fünf Uhr morgens und halb zwei Uhr nachts raste ein Zug nach dem anderen an meiner winzigen Wohung vorbei, nachts im Stundentakt, tags alle 20 bis 30 Minuten. So laut, dass eine Unterhaltung unmöglich war und so schnell, dass im Küchenschrank die Gläser wackelten und so schwer, dass die Risse in der Wand im Flur nur immer noch breiter wurde.

Die Wohnung hatte ein weiteres Problem: Sie lag im Ergeschoss und Wohn- und Schlafzimmer lagen nach vorne raus und somit zur Straße hin. Und diese Straße war zwar eine Sackgasse, führte aber direkt zur großen Brücke über den Fluß, in den 100 Meter von meiner kleinen Wohnung entfernt der See für ein paar Kilometer mündete, um ein paar Kilometer weiter hinten in einen neuen Teil des Sees zu fließen. In der Nähe gab es einige Studentenwohnheime und das hieß: All die Studenten, die dort wohnten und nachts aus waren, liefen oder fuhren nur wenige Meter von meinem Bett entfernt vorbei, um nach Hause zu kommen. Und weil es unter meinem Schlafzimmerfenster wohl ganz besonders schön war, blieben sie dort stehen, um sich über den WG-Abwasch, die fehlenden Unterlagen im Semesterapparat oder irgendwelche Sportstudentinnen zu streiten. Dinge, die man eben nachts um zwei Uhr so besprechen muss. Einige Paare trennten sich außerdem unter meinem Fenster und zwei von ihnen hatten dort Sex. Telefoniert wurde auch gerne unter meinem Fenster, mit den Eltern, den Sportstudentinnen, dem Ex oder dem Pizzaservice und so brüllte ich manchmal gegen drei Uhr nachts Dinge wie “Die Nummer 67 schmeckt nicht, nimm lieber die 69 mit Salami” oder warf Kondome zwischen den Schlitzen meines Fensterladens nach draußen. Und manchmal spritzte ich mit der Blumenspritze eiskaltes Wasser hinaus, natürlich immer, ohne Licht anzumachen und auch nur im Winter, ich bin ja nicht bescheuert. Waren die Studenten endlich alle daheim, kam um halb fünf Uhr die Zeitungsausträgerin mit dem Lokalblatt, den sie meinen Nachbarn in die Briefkästen stopfte, natürlich mit extra lautem Klappern, damit die Nachbarn mitbekamen, dass die Zeitung nun da war. Was sie nicht wusste: Dass bis auf den Algerier im dritten Stock alle meine Nachbarn jenseits der 70 und so schwerhörig waren, dass sie weder die Bahn, noch die Studenten und geschweige denn das Klappern dier Briefkästen hätten hören können. Nur ich, die ich im Erdgeschoss wohnte, bekam das alles mit. War die Zeitungsfrau dann endlich weg, hatte ich für gut eine Stunde Ruhe, eben bis Frau B., die im Stock über mir wohnte, aufstand, um gemeinsam mit ihrem inkontinenten Berner Sennenhund Benny, der immer ins Treppenhaus pinkelte, Morgengymnastik zu machen. Und ich könnte schwören, statt Armschwingen und Kniebeugen bestanden die Übungen aus Kegeln mit Hinkelsteinen, mit Bundeswehrstiefeln-Polonaise-durch-die-Wohnung-trampeln und Auf-dem-Boden-Herumkollern. So genau weiß ich es aber nicht und ich habe mich auch bis auf ein einziges Mal nie darüber beschwert, denn Frau B. lebte alleine und vermutlich hatte sie das 30 Jahre zuvor auch schon getan, in dieser Wohnung, genau wie ich ja auch.

Nebenan wohnte Frau G, sie war Mitte 80 und eine richtige Dame. Ihr Mann hatte ein größeres Unternehmen in der Stadt geleitet, war aber mit Mitte 60 schon gestorben, die Kinder lebten in anderen Städten. Ab und an brachte ich ihr Altglas weg, Wiener-Würstchen-Gläser und Piccoloflaschen, Frau G. war eben elegant. Als ich kurz nach meinem Einzug eine Einweihungsparty machte und bei ihr klingelte, um Bescheid zu geben, da sagte sie, man könne gar nicht genug feiern und wir sollten es uns gut gehen lassen, keine Sorge, das würde sie nicht stören. Sie starb dann irgendwann und dann zog dort ein alleinstehender Mann ein. So um die 50 war er und in den zwei Jahren, in denen wir Tür an Tür lebten, habe ich ihn genau ein einziges Mal gesehen. Dafür klingelte sein Bruder ab und an bei mir, mit klebrigen Haaren und schmuddeligen Klamotten, ob ich denn wisse, was mit seinem Bruder sei, der habe sich seit Tagen nicht mehr auf seine Anrufe hin zurückgemeldet. Nein, ich wisse nichts, sagte ich. Dass er, als wir uns im Treppenhaus einander über den Weg gelaufen waren, zwei Tüten mit scheppernden Bierflaschen trug und es aus seiner Wohnung ganz furchtbar nach Alkohol gerochen hatte, das ließ ich unerwähnt. Ja, das Haus, das hatte seine besseren Zeiten lange hinter sich.

In den 50ern war es gebaut worden, damals, als Wohnraum dringend benötigt wurde und das Baumaterial knapp war. Irgenwelchen Bauschutt hatten sie damals verbaut und Zeug, das beim Bau der Bahngleise übrig geblieben war. Die Decken waren hohl und mit Stroh gefüllt und das eine Mal, als ich mich doch wegen des Morgengymnastiklärms beschweren wollte, tat ich dies mit einem Besenstiel, mit dem ich an die Decke schlug. Ein einziges Mal nur, und ein 10cm breites und 20cm tiefes Loch, aus dem das Stroh rieselte, war das Ergebnis. Ein kleines Wohnzimmer, ein noch kleineres Schlafzimmer und eine große Wohnküche, in der Platz für eine Eckbank war und ein winziges Bad mit Badewanne, so baute man damals Wohnungen, die für zwei Personen bestimmt waren. Und in diesen Wohnungen lebten oft mehr als nur zwei Personen, auch zu der Zeit, als ich dort lebte. Als ich später den Mann kennengelernt hatte und ab und an in Köln war, versorgte ein Mädchen aus der Nachbarschaft meine Katzen. Andrea hieß sie und sie war ungefähr 22 und seit Jahren erfolglos auf der Suche nach einer Lehrstelle. Andrea lebte mit ihrer Mutter, zwei Brüdern, zwei riesigen schwarzen Hunden und drei Katzen zwei Häuser weiter in der Reihe, in einer Wohnung, die exakt so groß war wie meine winzige Wohnung. Pro Füttern zahlte ich ihr 5 Euro und ich hoffe, sie hat es sich ab und an, wenn ich weg war, bei mir daheim vorm Fernseher gemütlich gemacht, um mal ein paar Stunden Ruhe zu haben.

Einige Male musste nachts der Notarzt kommen wegen Herrn M. im vierten Stock. Herr M. war mit Frau M. verheiratet und mit Frau M. hatte ich lange Jahre unangenehme Diskussionen, weil sie immer Essenreste aus dem Küchenfenster warf. Wurst, Nudeln, Käse und belegte Brote zum Beispiel. Für Benny sei das, schrie sie dann aus dem vierten Stock mit ihrer gellenden Stimme. Nur dass Benny, der inkontinente Hund von Frau B., da schon nicht mehr lebte, denn Frau B. hatte ihn einschläfern lassen müssen, so dass unter meinem Fenster eine hübsche Sammlung Lebensmittel lag. Eines Tages brachte mein Kater eine lebende Ratte durch die Katzenleiter in die Küche, die er dann nach einer wilden Schlacht dort erledigte. Da sind Ratten und Sie füttern sie, schrie ich also ab und an zurück, aber Frau M. glaubte mir nicht, krakelte lauthals herum und warf weiter Essen herunter, bis ich eines Tages das vergammelte Zeug einsammelte und es in ihren Briefkasten stopfte. Herr M. dagegen war deutlich sympathischer, er grüßte immer nett im Treppenhaus und irgendwann gab er mir zu verstehen, dass er das mit dem Essen auch nicht so toll fand, aber dass er dagegen auch nicht viel tun könne, denn mit seiner Frau solle man sich lieber nicht anlegen. Als Herr M. jünger gewesen war, war er Radrennfahrer. Mit dem Radeln war aber schon lange Schluss und so beschränkte er sich darauf, ab und an seinen zwei alten Rennrädern, die unbenutzt im Fahrradständer im Hof standen, herumzuschrauben. Ein Auto hatten sie, das sie auch noch fuhren. Unglücklichweise war der Parkplatz etwas weiter hinten im Innenhof und zwar genau da, wo die Kinder immer Fußball spielten. Und so verband Frau M. das Herunterwerfen der Lebensmittel mit einem Anbrüllen der fussballspielenden Kids, so dass ich praktischerweise in meiner Küche im Erdgeschoss somit darüber informiert wurde, dass nun gleich wieder eine Ladung Lebensmittel unter meinem Fenster landen würde. Ich wartete dann immer noch ein paar  Minuten, ging dann raus und konnte in Ruhe das Zeug einsammeln. Ja, wir waren irgendwann fast so etwas wie ein eingespieltes Team.

Gemeinsam mit ihrem Mann ging sie auch im Supermarkt, in dem sich die Enddreissiger der Stadt abends trafen, zum Einkaufen und oft genug habe ich sie dort getroffen – er grüsste freundlich, sie guckte weg. Dann kam nach einer dieser Notarztnächte Herr M. nicht mehr nach Hause zurück. Irgendwann sprach ich sie im Supermarkt einfach mal an, grüsste und als sie überrascht zurückgrüsste, fragte ich sie einfach, wie es denn so ginge. Ja, es müsse halt, was solle sie machen, 53 Jahre seien sie verheiratet gewesen, sagte sie. Und: Schön, dass Sie nachfragen, wie gehts Ihnen denn so und was machen Sie eigentlich beruflich? Seitdem hielten wir ab und an im Supermarkt, in dem sich die Enddreissiger der Stadt abends treffen, ein kleines Schwätzchen. Lebensmittel hat sie keine mehr aus dem Haus geworfen.

Dann kam der September, in dem ich auszog, um künftig in Köln mit dem Mann zusammen zu leben. Eine phantastische Wohnung hatten wir gefunden. Eine, in der alles neu gemacht worden war, schicke Fließen im Bad, schöne Eichenholzböden, eine funkelnagelneue Waschmachine, die nicht dauernd auslief, viel Platz, alles frisch renoviert und sowas eben. In der Woche, in der es los ging, bin ich nochmal zu den beidne Frauen hoch gegangen und habe mich verabschiedet. “Alles Gute und ich drücke die Daumen, dass alles gut geht, Sie werden mir fehlen.”, sagte Frau B. Und Frau M. sagte: “Schade, dass Sie weggehen, wer weiß, wer da nach Ihnen einzieht. Eigentlich hatten wir es all die Jahre nett hier im Haus, ich habe hier jedenfalls immer gerne gelebt.” – “Ich auch”, sagte ich und meinte es auch so.

Ich kann einfach nicht anders

Juli 2nd, 2012 § 6 comments § permalink

Es gibt so Dinge, die kann ich einfach nicht. Nicht, weil ihre Erledigung mich irgendwie überfordern würde, nein, das ist es nicht, ganz im Gegenteil: Bei den Dingen, die ich einfach nicht kann, weiß ich sofort, sobald sie sich auch nur irgendwie andeuten, was zu tun wäre, um unangenehme Folgen zu vermeiden. Nur: ich kann es nicht. Ein seltsamer Mechanismus setzt sich in Gang und der ist nicht mehr aufzuhalten. Warum das so ist, weiß ich nicht, vermutlich irgendwas mit noch nicht erforschten Magneten.

Ich kann zum Beispiel frischgewaschene schwarze Socken nach dem Waschen nicht zusammenrollen, sondern muss sie, es geht leider nicht anders, im Flur in den großen Korb werfen, in dem bereits 179 andere einzelne schwarze Socken liegen, weil nämlich auch mein Mann frischgewaschene schwarze Socken nicht zusammenrollen kann. Das ist ein sehr lästiger Zwang und wir leiden darunter auch sehr, denn eigentlich möchten wir diese schwarzen Socken ja wieder anziehen. Es geht nur nicht, denn wie soll man unter 179 einzelnen schwarzen Socken bitte ein einziges, zusammengehörendes Paar finden, ohne dabei verrückt zu werden! Und so müssen wir zwei Mal pro Jahr neue schwarze Socken kaufen.

Was ich auch nicht kann: Mich bei meinen drei Blogs dauerhaft für ein Bloglayout entscheiden. Tut mir Leid, ich weiß ja auch, dass ich meine Leser damit seit Jahren völlig kirre mache, aber es geht einfach nicht: Ich habe, obwohl ich sicher pro Monat um die 50 WordPress-Layouts durchprobiere, noch immer keines gefunden, das all das, was ich mir wünschen würde, bietet. Bitte bleiben Sie trotzdem nicht weg, ich stehe halt unter einem geheimnisvollen Zwang, gegen den ich einfach nicht an kann.

Ich kann auch nicht in die Stadt gehen, ohne mir ein neues Halstuch zu kaufen. Das ist blöd, ich weiß und ich habe wirklich versucht, dagegen anzukämpfen, aber ich kann einfach nicht anders. Nun könnte ich ja wenigstens so nach und nach die Tücher, die ich seit 20 Jahren nicht mehr getragen habe, einfach entsorgen, um Platz für die neuen zu machen, aber: ich kann sie auch nicht wegwerfen! Und so besitze ich mittlerweile an die 50 Halstücher.

Und 47 Halsketten.

Und 60 Hosen. Eben die, die mir mal gepasst haben und es vielleicht auch bald wieder tun werden, dann die, die mir aktuell passen und dann noch die, die mir mal gepasst haben, aber nun zu groß sind und mir hoffentlich nie wieder passen werden, aber das kann man ja nie wissen. Und ja, das ist alles furchtbar lästig, denn haben Sie schon mal versucht, 60 Hosen in einem Kleiderschrank zu lagern? Aber ich kann nicht anders, ich muss sie aufbewahren, denn vielleicht brauche ich sie ja irgendwann mal.

Naja, und dann kann ich nicht aus dem Haus gehen, wenn ich mein Haar nicht mit Schaumfestiger X und Haarspray Y in Form gebracht habe. Ja, ich wäre da ja auch gerne flexibler, aber benutze ich andere Produkte, sehe ich nun mal aus wie ein Pferd und kann so natürlich nicht raus. Was soll man da machen!

Und dann sind da noch die anderen Dinge, die Liste ist lang und ich nenne nur einige, damit Sie sich so ungefähr einen Eindruck verschaffen können: Ich kann nicht an Sushi denken, ohne nicht am gleichen Tag noch welches zu essen. Ich kann nicht damit aufhören, die Stimme von Marla Glenn zu hassen. Ich kann keinen Kaffee ohne Milch trinken. Ich kann wichtige Post nicht öffnen. Ich kann keinen Linseneintopf essen. Ich schaffe es nicht, meine Flip Flops ins Schuhregal zu stellen. Das Leeren von Papierkörben ist mir auch unmöglich. Wie unter Hypnose bin ich ferner dazu gezwungen, Spüliflaschen umgekippt in die Spüle zu werfen, so dass sie auslaufen.

Und was ich schon gar nicht kann: Im Internet blöden Leuten aus dem Weg gehen. Das ist hart, aber Sie sollten wissen, dass auch ich darunter leide. Hat man sich früher in solchen Situationen quer über alle Plattformen lauthals gezankt, läuft das heutzutage deutlich subtiler, indem man sich über Twitter „Nonmentions“ verschickt. Das sind spitze Bemerkungen, die nur das Objekt das Hasses verstehen kann, wenn überhaupt. Sicher kann man sich da nie so ganz sein und das verkompliziert die Sache ganz mächtig, denn so weiß man nie genau, wie die Sache jetzt steht und ob das, was das Objekt danach ins Internet schreibt, weitere Nomentions in Bezug auf die Nonmention sind. Also schreibt man zur Sicherheit ebenfalls eine weitere Nonmention in Bezug auf die Nonmention auf die Nonmention und schon ist der Tag wieder rum. Es ist also kompliziert und das wäre es nicht, wäre man diesen Leuten von Anfang an einfach aus dem Weg gegangen. Aber das geht ja auch nicht, auch wenn mein Mann das immer behauptet.

Wenn ich es mir aber genau überlege, ist es eigentlich gar nicht so uncool, 60 Hosen zu haben. Ich musste jedenfalls noch nie ohne eine das Haus verlassen. Und die Schals räume ich einfach in die leere Sockenschublade. Ist ja genug Platz drin.