August 25, 2012 3

Tag 1: Von Köln nach Rostock und auf die Fähre nach Gdynia

By in Auf Reisen

Ich habe noch nie auf dem iPad gebloggt, aber irgendwann ist immer das erste Mal – und iPad plus Bluethooth-Tastatur wiegen nun mal genau ein Kilo weniger als mein MacBoook. Und Gewicht sparen, darum ging es beim Kofferpacken. Hatte ich im „Probekoffer“ lockere acht Kilo, waren es am Freitagmorgen 23 und somit genau drei Kilo zu viel, um beim ersten Flug, einen Inlandflug nicht etwas dazuzahlen zu müssen. T-Shirts raus, Windjacke raus, Regenschirm raus, die Wolle und die Bücher ins Handgepäck, die Badetücher beim Mann in den Rucksack – 20,1 Kilo bei mir und 19,75 Kilo beim Mann waren irgendwann das Ergebnis und es konnte losgehen.

Die erste Station war der Köln-Bonner-Flughafen, wohin uns die Eltern vom Mann und nun meine Schwiegereltern, brachten. Mit Germanwings flogen wir erstmal nach Rostock. Viel geflogen bin ich in meinem Leben bisher nicht, genau genommen gerade einmal im Februar nach Wien, aber diesmal war ich deutlich entspannter und enormst gefreut hat mich, dass ich diesmal mit den Sicherheitsgurten keine Probleme hatte, während zwei andere Passagiere vor mir sich Verlängerungsgurte geben lassen mussten…

20120825-081935.jpg

Wir landeten nicht direkte in Rostock, sondern etwas außerhalb in Rostock-Lage, einem ehemalig militärisch genutztem Gelände, und fuhren mit dem Taxi und dem Taxifahrerschweißgeruch des Todes zum Hafen. Der ist so gar nicht auf Fußgänger wie uns eingerichtet – die meisten, die mit den großen Fähren wie der von Finn Lines fährt, kommen mit dem Reisebus – man muss also etwas suchen, um herauszufinden, wie das mit dem Einschiffen funktioniert. Irgendwann hatten wir aber den Finn Lines-Check-Inn, konnten unsere Koffer dort deponieren und noch etwas essen. Um halb zwei waren wir dort, um vier sollte unsere Fähre ablegen. Zeit also für ein Besuch der Rostocker Hafenkantine und ein paar Fotos.

20120825-082820.jpg

Um zwei ging das Einschiffen los – wir wurden mit einem Großraumtaxi und ein paar anderen Reisenden auf die Fähre gebracht, denn das Betreten des Geländes rund um die Fähren ist streng verboten, immerhin musste noch einiges an Fracht aufgeladen werden, denn unser Schiff war gleichzeitig auch ein Frachtschiff, das so einiges an Containern an den Endhafen in Helsinki zu bringen hatte. Vom Beladen und dem Ablegen habe ich allerdings so rein gar nichts mitbekommen, ich habe nämlich erstmal schlafen müssen. Unsere Kabine war sensationell: 16 Quadratmeter mit Doppelbett, großes Fenster mit Meerblick und ein komfortabel eingerichtetes Bad, mit dem ich so gar nicht gerechnet hatte. Dazu großartige feste Matratzen – herrlich. An Bord gibt es, denn immerhin fuhren wir auf einem finnischen Schiff, sogar eine Sauna. Und leckersten Champagner…

20120825-085835.jpg

Im Bordrestaurant hatten wir für 49 Euro für zwei Personen ein fürstliches Abendessen – drei Gänge vom Buffet. Mit viel Fisch natürlich, denn gekocht wurde finnisch. Übrigens sprach auch die Besatzung finnisch und es galt finnische Uhrzeit – 18 Uhr war an Bord 19 Uhr. Nach dem Essen gab es noch ein schönes Bier an Deck…

20120825-090357.jpg

… und eine ziemlich schöne Aussicht. Auf der einen Seite Dänemark, auf der anderen zum Beispiel das abendliche Kap Arkona…

20120825-090519.jpg

…und ein bisschen Abendstimmung mit Sonnenuntergang…

20120825-090609.jpg

Wer weitere Fotos sehen möchte: Ich schicke ab und an tagsüber, wenn ich gerade irgendwo Netz habe, Fotos auf meinen Instagram-Stream: Frau Elise bei Instagram

Sehr herzlich möchte ich mich übrigens nochmals über die so vielen Glückwünsche zur Hochzeit bei Twitter und Facebook bedanken, das war wirklich überwältigend. Und wir haben uns wahnsinnig darüber gefreut, dass Ihr alle Euch so mit uns gefreut habt!

Heute ist eigentlich bereits Tag 3 der Reise, über den gestrigen Tag berichte ich heute Abend. Jetzt gleich fahren wir erstmal nach Oliwa, der Stadt, in der meine Großeltern bis 1945 gelebt und in der sie im Januar 45 kurz vor der Flucht als letztes Paar in der Kathedrale geheiratet hatten. Der Grund auch dafür, warum die erste Station unserer Reise durch Nordeuropa Danzig ist…

Tags: , , ,

3 Responses to “Tag 1: Von Köln nach Rostock und auf die Fähre nach Gdynia”

  1. *räusper* Badetücher in meinen Rucksack?
    Badetücher in meinen Koffer. Und Deine gesamten Schuhe!

    Nur mal so am Rande…

  2. Susanne Butz sagt:

    Schuhe gehört so, @Stefan Graunke. Abgesehen davon, dass die doch eher Volumen, aber nicht so viel Gewicht besitzen. Meist.
    (und jetzt freu ich mich, so früh aufgewacht zu sein, und Muse zu haben, so viele Tage nachlesen zu können)

  3. Frau Elise sagt:

    Gell! Man muss doch Schuhe für die Stadt, fürs Radeln, für den Strand, fürs Hotel und für abends dabei haben.