Januar 25, 2013 14

Nun hab dich doch nicht so!

By in digital leben

Im Netz wird seit gestern intensiv über Alltagssexismus diskutiert – wer bei Twitter mal unter dem Hashtag #aufschrei nachschaut, wird eine schier endlose Aufzählung von Beispielen finden, die Frauen tagein tagaus erleben. Im Beruf, im privaten Umfeld, im Netz. Während gestern in den Diskussionen bei Facebook noch viel von der Opferhaltung die Rede war, in die sich Frauen automatisch hineinbegeben würden, was auch ein weiterer Grund für Sexismus sei, wird das Thema heute schon etwas relativierter betrachtet und darüber bin ich sehr froh. Ein Tweet von @MmeCoquelicot erklärte das sehr schön:

Und ganz genau so sehe ich es auch. Natürlich kann ich mich hinstellen und jemanden, der mir mit sexistischen Sprüchen kommt, darauf hinweisen, dass das dumm und nicht angemessen war, genauso wie ich jemandem, der mich mit Berührungen belästigt, nach einer deutlichen Warnung einfach eine scheuern kann. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: es ist traurig, dass man das ständig tun muss.

Nun ist das hier ein Blog, in dem ich darüber schreibe, wie es sich so in Köln lebt. Kurz: Mein Eindruck: In Köln werde ich mit Alltagssexismus öfter konfrontiert als früher, als ich noch am Bodensee gelebt habe. Mit „Alltagssexismus“ meine ich nicht, dass Frauen es schwer haben, in Führungspositionen zu kommen, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer, dass Frauen es deutlich schwerer haben, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen oder dass Frauen in der Werbung mit einem haarsträubend antiquierten Image dargestellt werden. Das ist offensichtlicher Sexismus, bei dem man nicht darüber streiten muss, ob es ihn wirklich gibt. Alltagssexismus ist dagegen um einiges subtiler und genau das macht ihn so gefährlich. Er findet in vielen kleinen Situationen statt, die einem an sich einzeln vielleicht nicht auffallen, in der Masse aber schon, wie das heute bei Twitter deutlich wurde. Sexismus erleben alle Frauen, sie reden aber nicht dauernd darüber, weil er zum Alltag dazu gehört – erst aber, wenn viele Frauen mal den Mund aufmachen und erzählen, was sie Tag für Tag erleben, staunt man, was da draußen Tag für Tag passiert. Auch als Frau.

Doch zurück nach Köln. Ich will nun nicht mit den Kölner Funkenmariechen mit ihren Miniröckchen, deren Rocklänge praktisch gar nicht vorhanden ist, anfangen. Oder damit, dass sich in Köln weibliche Karnevalskostüme deutlich mehr an den primären Geschlechtsmerkmalen orientieren, während die typischen weiblichen Fasnachtskostüme der alamannischen Mäschgerle deutlich wärmer und zünftiger ausfallen und dass man so etwas auch immer als Gradmesser für ein Frauenbild betrachten könnte. Das wäre viel zu platt und viel zu einfach und ich kann es ja auch noch nicht einmal empirisch belegen. Köln ist außerdem die Heimatstadt von RTL und RTL ist auch nicht eben dafür bekannt, viel für die Gleichberechtigung der Frau getan zu haben. In Konstanz aber wurde ich noch nie von einem Busfahrer „Liebelein“ oder „Ming leev Mädsche“ bezeichnet, während ich die Münzen für ein Busticket abzählte. Das mag nett gemeint sein, ich aber war perplex, als es mir zum ersten Mal passierte – das war für mich übergriffig in diesem Moment. Ich bin kein Mädchen und ich will keinen Kosenamen von mir fremden Männern bekommen. Aber ist das wirklich Alltagssexismus? Schwierig. Für mich ist es das, da ich aus einem anderen Kontext komme, aber würde ich das dem Busfahrer so sagen, würde er mich auslachen. Mittlerweile habe ich die rheinische Mentalität etwas besser kennengelernt und weiß, wie so etwas zu verstehen ist. Was ich damit sagen will: Was Sexismus genau ist, ist manchmal sehr schwer zu erklären.

Gleiches gilt für Kölsch-Kneipen. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass man als Frau in einer Kölsch-Kneipe ganz anders vom Köbes behandelt wird als ein Mann. In der kölschen Kultur haben Frauen eben ihre feste Rolle. Das ist für mich oft befremdlich und ich empfinde es als sexistisch, aber ob es das wirklich ist? Ein Beispiel: Wenn ich mit dem Mann in eine Kneipe gehe, läuft er in der Regel vor mir in den Raum hinein. Man kommt an einen Tisch, pellt sich aus Jacke, Schal und Tasche und setzt sich hin und da steht aber dann meistens schon der Köbes am Tisch und will die Bestellung aufnehmen. Der Mann, ein Kölner, ordert also ein Kölsch. Ich aber wurstele noch mit meinen Klamotten herum, denn ich brauche damit länger als der Mann, denn ich habe deutlich mehr Sachen dabei als er, der er nur einfach eine Jacke an hat. Bevor ich aber bestelle, möchte ich erstmal sitzen, das bin ich einfach so gewöhnt. Und ich bin keine Kölnerin, mir schmeckt Kölsch zwar, lieber aber trinke ich ein kräftiges Pils. Aber nur ein gutes. Und daher muss ich erstmal auf die Karte gucken, was es so gibt. Und während der Mann schon an seinem ersten Kölsch trinkt, sitze ich noch da und warte darauf, dass der Köbes nochmal kommt, um meine Bestellung anzunehmen, und das kann dauernd, denn wenn ein Köbes etwas nicht mag, dann wenn man sich nicht an seine Ordnung hält. Er läuft also erstmal seine Runde und dann erst kommt wieder zurück an den Tisch. Das passiert mir andauernd und jedes Mal ärgert es mich und dann erkläre ich dem Mann, das sei sexistisch, das mache er nur, weil ich eine Frau bin. Das stimmt aber nicht. Das macht er, weil ich keine Kölnerin bin und mich nicht an den Code halte: Nämlich selbstverständlich ein Kölsch zu bestellen, wenn ich in der Kölschkneipe bin. Außerdem guckt man in der Kölschkneipe nicht in die Karte. Zwei Beispiele, wie die Art der Wahrnehmung und der Kontext den Begriff „Alltagssexismus“ definieren können. Und mir ging es oben nicht darum, zu erklären, Köln sei eine Stadt von Sexisten. Ich erlebe solche aber in Köln verstärkt, weil Köln eine Großstadt ist und weil Köln eben auch eine ganz spezielle Stadt ist.

Ein sehr gutes Beispiel für Alltagssexismus aber ist das „Kuscheln“ in öffentlichen Verkehrsmitteln. Mir ist das erst vor zwei Tagen passiert. Ich saß abends in der U-Bahn, um nach Hause zu fahren. Ein Typ stieg ein, setzte sich neben mich und nach wenigen Minuten Oberschenkelberührung der ganzen Länge nach. Ekelhaft. Nun bin ich keine kleine Person, so etwas kann also unabsichtlich passieren, wenn man neben mir sitzt. Ich rutschte also etwas zur Seite. Aber da war es wieder: Oberschenkelberührung! War der Typ eben einfach ein bisschen nachgerutscht. Ich ruckelte also etwas auf meinem Sitz herum und ordnete meine Beine neu an. Und was machte der Typ neben mir? Nachrutschen. Und da war es schon wieder: Oberschenkelberührung. Das war Absicht, das war ekelhaft und es war eindeutig, dass es nur darum ginge, seine Machtposition zu beweisen. Würde ich auf die Sache aufmerksam machen, um ihn aufzufordern, würde er alles mit einem arroganten Grinsen von sich abweisen – Punkt für ihn. Würde ich aufstehen und mich woanders hinsetzen, hätte ich kampflos das Feld geräumt – Punkt für ihn. Würde ich so tun, als merke ich nichts, um mich aber insgeheim innerlich fürchterlich zu ärgern, bis ich endlich aussteigen kann – Punkt für ihn. In dem Moment, in dem er ein zweites Mal nachgerutscht war, hatte er also schon gewonnen und das wusste er. Dabei ging es ihm sicher nicht um Sex, aber eben um die Demonstration seiner Macht. In Konstanz wäre das so nicht möglich, allein schon deswegen, weil immer in jedem Bus einer sitzt, den man kennt und man nicht immer überall anonym ist. Und weil die Leute in einer Kleinstadt viel mehr aufeinander achten und anderen helfen würden, wenn sie belästigt werden. In der Großstadt dagegen ist man anonym und man kann davon ausgehen, dass einem niemand von den anderen Fahrgästen hilft, wenn es mit einem solchen U-Bahn-Kuschler Ärger gibt. Das gibt es aber auch in anderen Großstädten und hat nichts speziell mit Köln zu tun.

Ein weiteres Beispiel für Alltagssexismus: Neulich war ich mit meinem Mann auf einem Fest, wir saßen alle an einem großen Tisch zum Essen und auf der anderen Seite des Mannes saß ein Typ, mit dem wir ins Gespräch kamen. Es ging um Berufliches, der Kerl machte etwas mit Marketing und PR und hatte viel zu erzählen und das tat er dann auch, ich klinkte mich phasenweise aus dem Gespräch aus, um auch mit anderen Leuten zu reden, erzählte aber, dass ich beruflich auch mit PR zu tun habe und selbständig sei. Was passierte? Als der Abend zu Ende war, drückte der Typ meinem Mann seine Visitenkarte in die Hand und meinte, er solle sich doch mal melden – netzwerken sei doch so wichtig und er sei ein großer Netzwerker. Wer aber keine Visitenkarte bekam, war ich, obwohl ich direkt daneben stand. Ein gutes Beispiel für Alltagssexismus. Und was soll ich als Frau in einer solchen Situation machen, die Sache ist ja bereits passiert und er hat mich ja bereits übergangen. Natürlich kann ich die Situation nun überspielen, einfach um eine Karte bitten oder einen Witz machen, er hätte mich wohl übersehen und dann würde ich die Karte auch bekommen und er würde sich wortreich für sein schlechtes Benehmen entschuldigen. Gezeigt hat er aber trotzdem, dass er erstens ein Tröffel und zweitens ein Sexist ist und das lässt sich nicht mehr ändern. Eben wie in der U-Bahn und auch das hat etwas mit Macht zu tun.

Köln ist die Hauptstadt der Schwulenszene, damit schmückt sich die Stadt und dass hier so viele Schwule und Lesben heiraten, finden alle super. Ich auch. Komisch dagegen fand ich: Ich habe vor und nach meiner Hochzeit letztes Jahr unwahrscheinlich viele Diskussionen darüber geführt, warum ich denn meinen Namen behalten und nicht den Namen meines Mannes annehmen wolle. Und zwar nur mit Kölnern! Meine Bekannten vom See und alle Nicht-Kölner, die ich so kenne, fanden das alle völlig normal. Mit meinem Mann dagegen hat niemand darüber diskutiert, warum er nicht meinen Namen annehmen wolle… komisch, oder? Ich kann das natürlich nicht empirisch belegen und es ist eine rein subjektive Erfahrung, aber aufgefallen ist es mir eben schon. Ich glaube, das liegt daran, dass man in Köln eben ein traditionelleres Frauenbild hat als in der Universitätsstadt Konstanz.

Typisch sexistische Situationen, die ich ansonsten erlebt habe: Der Chef, der mir während meines Studi-Jobs in der Konstanzer Bäckerei erklärte, ich habe aber viel Holz vor der Hütten, während ein Kollege daneben stand. Die Typen, die mir beim Radeln auf die Brüste starren. Überhaupt, Brüste! Was starren Männer auf Brüste! Ich meine, gucken ist ok – ich gucke bei anderen Frauen auch mal hin. Aber eben: Gucken! Nicht Starren! Dann gibt es da die sexistischen Sprüche, so viele und andauernd, dass mir jetzt gerade spontan keiner einfällt. Vielleicht der: „Die Zicke gehört mal wieder ordentlich gevögelt“, wenn eine Frau auf andere anstrengend wirkt  – oder Single ist und Singlefrauen haben sich ehe eine ganze Menge anzuhören. Oder Sprüche und Bemerkungen über das Aussehen von Frauen in Machtpositionen – insbesondere die Bundeskanzlerin in den ersten zwei Jahren nach ihrer Wahl. Was habe ich mich da fremdgeschämt über all die Typen, die permanent Witze über ihre Haare, ihre Figur und ihre Klamotten gemacht haben – und was habe ich mir da überall den Mund fusselig geredet, dass das dummer Mist ist. Dann die Angst, alleine nachts U-Bahn zu fahren oder durch Parks zu laufen. Und, und, und. All das, was da heute bei Twitter unter dem Hashtag #aufschrei aufgezählt wurde – all das kenne ich, aus eigener Erfahrung und anhand von dem, was mir andere erzählen. Und spricht man das an, heißt es meistens: Nun hab Dich doch nicht so. Ist ja alles nicht so schlimm. Doch, das ist es. Und es ist zum Kotzen und wir, die wir das tagtäglich erleben, haben die Schnauze voll.

Wo ich Alltagssexismus überhaupt nicht erlebe, ist übrigens im Coworking-Umfeld, auch wenn viele der Männer Programmierer sind, während die Frauen in der Regel eher kreative Berufe ausüben, also beide Seiten eher geschlechtertypische Berufe gewählt haben. Dass gestarrt, gegrabscht oder dumme Sprüche abgegeben werden gibt es da nicht. Coworker sind soziale, progressive Menschen mit Überzeugung. Es wird akzeptiert, dass verschiedene Leute unterschiedliche Dinge machen und entweder man interessiert sich füreinander oder eben nicht – ansonsten gilt aber Gleichberechtigung und das Prinzip Geben und Nehmen für alle. Und jeder hält sich daran, denn ansonsten kann Coworking nicht funktionieren. Gleiches gilt für die Makerszene, bzw. die DIY-Szene. Aber das sind eben auch Menschen, die sich in der Regel eine bessere, sozial fähigere und nachhaltige Gesellschaft nicht nur wünschen, sondern auch tatsächlich versuchen, sie in kleinen Bereichen zu verändern.

Weil ich ja auch ein bisschen auf Köln und Konstanz eingegangen bin, möchte ich das hier nicht vorenthalten. Den ganzen Tag lang gab es heute dumme Reaktionen auf Twitter, vorwiegend von Männern. Aber die wohl dämlichste Reaktion gab es ausgerechnet von jemanden, der in Konstanz als Social-Web-Koriphäe gilt, nämlich dem @bodenseepeter und ich war einigermaßen erstaunt, als ich das gelesen hatte, denn ich hatte ihn bisher eigentlich als netten Menschen kennengelernt. Für Peter jedenfalls ist Sexismus anscheinend die Grundlage der menschlichen Fortpflanzung:

 

 

 

 

 

 

 

 

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14 Responses to “Nun hab dich doch nicht so!”

  1. Ach je, das ging nach hinten los ;)
    Ich wollte etwas anderes sagen, aber auf eine Präzisierung verzichte ich, weil ich des kleinen Shitstorms schon müde bin. Ohne Frage gibt es eine Menge #aufschrei Geschichten, die besser nicht passiert wären.

  2. Frau Elise sagt:

    Na jut. Ich kenne Dich eigentlich ja ansonsten als vernünftigen Menschen – daher war es halt auch so komisch, das ausgerechnet von Dir zu hören. Aber ich finde es cool, dass Du nun so reagierst – das macht nicht jeder.

    Nachtrag 26.1., 10 Uhr – Der Kommentar oben stimmt so leider nicht mehr. Peter sprach nachts von „Shitstorm“ und „Gutmenschen“ als Reaktion auf seinen Tweet. – Ein Shitstorm ist aber etwas ganz anderes und die vielen Leuten, die auf seinen sexistischen Tweet entrüstet reagiert hatten, als „Gutmenschen“ zu bezeichnen, ist eine Frechheit. Ich lasse die Kommentare aber stehen, um keine Verwirrung zu schaffen.

  3. Peter Eich sagt:

    Ich mich eigentlich auch. Andererseits sind die Reaktionen auch lustig, insbesondere einige in einer Heftigkeit, bei der es schon wieder in den Fingern juckt drauf zu antworten.

  4. chp sagt:

    » (…) auch wenn viele der Männer Programmierer sind, während die Frauen in der Regel eher kreative Berufe ausüben. «

    Das ist aber auch gemein, weil Software Entwicklung auch ein kreativer Beruf ist und nur weil viele nicht verstehen, welche Design Entscheidungen dahinterstecken, so fängt man trotzdem mit einer leeren Bildschirmseite an und schafft daraus etwas neues; wir Programmierer sind da oft sprachlicher Erniedrigung oder Klischees (http://blog.ircmaxell.com/2012/11/i-am-not-programmer-and-neither-are-you.html) ausgesetzt.

    Das soll aber kein Vergleich sein, oder etwas relativieren: Der Artikel ist echt gut geschrieben und bringt viele wichtige Sachen auf den Punkt; ich habe gestern abend mit einer Freundin darüber diskutiert. Sie war aus Köln nach Berlin gezogen. Sie hatte aber das Gefühl, dass Berlin sexistischer ist. Das mag aber auch an der Agenturbranche liegen, in der sie hier arbeitet.

    Mein Eindruck der Berliner Werbeagentur Welt ist entsprechend: Praktikantinnen sind erheblichen Belästigungen ausgesetzt und man sagt auch nicht » Das ist uncool. « oder » Das finde ich nicht gut. «; man sagt » Das ist schwul. «

  5. fraukausk sagt:

    An den Alltagssexismus der Rheinländer kann ich mich auch irgendwie nicht gewöhnen. Mir sind auch schon völlig ungeheuerliche #Aufschrei Geschichten passiert. Wo ich manchmal tatsächlich völlig platt war dagegen zu Kontern. Weil die so dumm und plumb waren, dass mir die Worte fehlten.

  6. Zaister sagt:

    „Oder damit, dass sich in Köln weibliche Karnevalskostüme deutlich mehr an den primären Geschlechtsmerkmalen orientieren, …“

    Ich bin sicher, su meinst sekundäre Geschlechtsmerkmale, oder?

  7. Kayoyo sagt:

    Vielleicht mochte sie der PR Typ einfach nicht und hat ihnen die Visitenkarte deshalb nicht gegeben? Vielleicht waren sie ihm unsympathisch? Andererseits hätten sie ihm wahrscheinlich auch Sexismus unterstellt, wenn er ihnen die Karte gegeben dann naturlich als übergriffliche Handlung.

  8. Frau Elise sagt:

    Ich meinte es im klassischen Sinn – als kreative Berufe gelten Grafikdesign, Texter, Autoren, etc. Es tut mir Leid, wenn Du Dich als Programmierer falsch eingeordnet fühlst – ich weiß, was Programmierer leisten und dass das auf jeden Fall viel Kreativität verlangt. Sorry!

  9. Frau Elise sagt:

    Das ist Quatsch und ich denke, das weißt Du auch.

  10. Frau Elise sagt:

    Huch, klar :) Das wird noch korrigiert – ich habe den Text sehr schnell heruntergeschrieben. Hoffentlich sind nicht noch weitere Patzer drin.

  11. diogenes sagt:

    Ich finde hier einiges, das ich als Mann hinnehme, einiges, das ich ganz anders sehe: Köbesse sind zum Beispiel zu jedem bodenlos, der kein Kölsch/hier Alt bestellt, auch zu Männern, das schriebst du auch selbst, was bleibt ist klar kein Sexismus. Und mein Hausarzt nennt mich auch „mein Jung“, und ich mag das genauso wenig. Für Scharping und seine modischen Katastrophen habe ich mich damals entsetzlich fremdgeschämt, und Hunzinger hat ihn schließlich neu eingekleidet, das ist also auch nicht geschlechtsspezifisch. Und funktionierendes Netzwerken, das das andere Geschlecht ausspart, sehe ich sehr stark bei Frauen, die ich darum irgendwie beneide. Das in der U-Bahn geht natürlich gar nicht, und ich hoffe, dass du dich auf die Mitreisenden sehr wohl verlassen könntest, fürchte aber, dass du recht haben könntest.

  12. Frau Elise sagt:

    Ja, das mit den Köbessen weiß ich ja mittlerweile nach zwei Jahren auch – auch, dass sie zu Männern genauso „Min Jung“ sagen wie zu Frauen „Liebelein“ oder sowas – aber das wusste ich ja in dem Moment nicht…. :)

  13. […] glaube, ich muss meinen letzten Artikel “Nun hab dich doch nicht so” noch um ein paar Gedanken ergänzen. Auch wenn ich hier schrieb, dass ich glaube, dass Sexismus […]

  14. […] alles machbar für die Frau von heute, die sich wehren kann? Im Artikel “nun hab dich doch nicht so” zitiert “Frau Elise” aber die Antwort von @MmeCoquelicot darauf: Es geht nicht […]