Januar 14, 2015 0

Kräutertee

By in 365

tee

Die Küchenschränke ausmisten und dabei unter anderem neun Tüten Kräutertee, drei Packungen Semmelbrösel, zwei angebrochen Tüten Risotto sowie acht verschiedene Mehlsorten finden, bei der ich eine nicht mehr identifizieren kann, weil sie ohne Label in eine Dose umgefüllt wurde und wann das war, weiss ich doch ich nicht. Die noch nicht angebrochenen Gewürztüten, die ich mir 2007 in Amsterdam gekauft haben, werfe ich glaube ich weg. Außerdem: Unser Foodblog ist fertig und läuft: Küchensofa.com

Januar 11, 2015 0

Tulpen

By in 365

tulpen

Das Beste im Januar: Dauernd Tulpen kaufen können, ohne dabei unangenehm aufzufallen, weil man dauernd Tulpen kauft.

Januar 7, 2015 0

Schweinskopfsülzenschnitzel

By in 365

Schmerzen im Bein, Ibuprophen und mehrfach Tränen, weil es so langsam wirklich keinen Spaß mehr macht, obwohl es nun zügig vorangeht und 95 Prozent erreicht sind und vielleicht, vielleicht ab nächster Woche dann nach ganzen drei Monaten Verband ein Pflaster reicht. Eins, das ich mir selber aufkleben kann, dass es in wasserdicht gibt und dass es mir ermöglicht, ohne den nervigen Duschsack, den ich nicht alleine festkleben kann, dann zu duschen, wann ich will, meinetwegen auch zehn Mal am Tag. Das ist mehr als toll. Toll ist sicher auch, dass die Schmerzen gute Schmerzen sind, weil nämlich die neugewachsene und nun freigelegte Haut dem Leben Hallo sagt und die neugewachsenen Nervenenden in ihrer Begeisterung fröhlich Ping Pong spielen, aber das alles tut teilweise weh und wenn dann noch die Katze über die ganze Geschichte latscht, erst recht. Vier bis fünf auf meiner Schmerzskala heute Morgen also und die geht bis zehn.

Auch Schönes gibt es aber: Kalkulieren fürs neue Projekt zum Beispiel, so langsam wird es nämlich konkret. Und ein neues Kochblog, in das ganze 91 Foodartikel umziehen. Die waren vorher schon in zwei anderen, später aber aufgelösten Foodblogs und lagen nun eine Weile im Häkelblog herum. Allerdings reichte das nicht, um “anhand von Fresstweets ein Leben in Saus und Braus zu simulieren” und weltmännisch war das alles schon mal gleich gar nicht, darum nun also eben so.

Januar 2, 2015 0

Frühstück wie immer

By in Heimat, Köln halt

Bildschirmfoto 2015-01-03 um 13.31.42

Fast ist es schon ein kleines Ritual: Freitagmorgen im Osterspey frühstücken gehen, um der Putzfrau die Wohnung zu überlassen. Die kommt diesmal zwar einfach nicht, weil wir aber schon so früh aufgestanden sind, gehen wir trotzdem los. Wie immer sind wir die ersten im leeren Laden. Der Chef ist da und räumt vorne die Kuchentheke ein, als wir eintreten, begrüsst er uns wie alte Freunde. Wir laufen durch das menschenleere Café, die Einrichtung stammt aus den 80ern, lachsfarbener abgesessener Plüsch und Tische mit dunklem, in Holz eingefasstem Marmor. Wie immer nehmen wir den Tisch hinten rechts am Fenster mit Blick zum Garten, wie immer bestellt der Mann ein französisches Frühstück, Spiegeleier mit Speck und Latte und ich das große Frühstück mit Milchkaffee. Wie immer kommt mein Ei erst, als ich mein erstes Brötchen bereits gegessen habe, wie immer ist der Orangensaft ein bisschen zu kalt, wie immer liegt auf der Wurst-Käseplatte so viel, dass man damit nicht nur die drei zum Frühstück gehörenden, sondern locker sechs oder sieben Brötchen belegen könnte. Dann kommt dieses andere Paar, beide um die 70. Er trägt eine Pudelmütze mit Bommel und sie die Hundeleine, an deren Ende ein halbgroßer zotteliger Mischling zerrt. Der Chef begrüsst auch sie wie alte Freunde, bevor sie ihre halben belegten Brötchen und den Kaffee bestellen und als alles da ist, klappen sie ihre mitgebrachten Zeitungen auf, in denen sie schweigend lesen. Als der Lieferant mit dem Gemüse für den Mittagstisch kommt und nach hinten in die Küche läuft, springt der Hund auf, um ihn wild anzubellen. Das Paar, der Chef, der Lieferant und wir lachen uns an, der Hund beruhigt sich wieder und dann bestelle ich, wie immer, meinen zweiten Milchkaffee. Draußen im Garten springt ein Eichhörnchen durch die Bäume.

Nächsten Freitag kommen wir wieder. Oder übernächsten halt.

 

Januar 1, 2015 0

Neujahr

By in 365

Das erste Silvester in Köln daheim, in den letzten Jahren waren wir immer unterwegs. Die Schwiegereltern kommen, es gibt Dinner for One, Sekt Cassis, Martini, Wein, Raclette und Tischgegrilltes, Orangensorbet, Tischböller und Bleigießen und um 12 Uhr staune ich, welch Unmengen an Raketen die Nachbarn in die Luft jagen. Der Kater findet´s nicht lustig und versteckt sich unter dem Bett, erst eine Stunde später lässt er sich mit ein bisschen Schinken wieder herauslocken. Anruf in Stockach, um eins gehen unsere Gäste, wir gucken noch eine Folge SOA gucken und fallen dann übermüdet ins Bett.

Das Jahr war lang, das Jahr war anstrengend und jetzt beginnt was Neues. Ich habe viel vor und ich freu mich drauf.

22 Uhr. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt.

Ein von Frau_Elise (@frau__elise) gepostetes Video am

365 geht möchte ich weiterführen, allerdings ohne Nummerierung im Titel und ohne Zwang, etwas posten zu müssen.

Dezember 31, 2014 0

Menschen, Bilder, Emotionen

By in 365

2014


Mehr Kohle oder weniger?

Genug, um ein bisschen was zurücklegen zu können.

Die teuerste Anschaffung?

Der neue riesengroße Fernseher, den wir uns mit gigantomanisch hohen Heizkostenrückzahlung finanziert haben. Und natürlich im Dezember die neue Canon 70D mit dem tollen Sigma-Objektiv, die wir gegen den ursprünglich geplanten Silvester-Urlaub eingetauscht haben.

Mehr bewegt oder weniger?

In der ersten Jahreshälfte deutlich mehr, phasenweise war ich dreimal pro Woche beim Schwimmen, zum Schluss schwamm ich problemlos 45 Minuten am Stück. Ab September war damit dann allerdings aus gesundheitlichen Gründen Schluss und das geht leider noch mindestens bis Ende Januar so.

Zugenommen oder abgenommen?

Von Frühjahr bis Sommer ziemlich viel ab durch Ernährungsumstellung und viel Sport und das habe ich bis September auch halten können. Als dann der Sport gesundheitsbedingt nicht mehr ging, ging´s leider wieder aufwärts auf der Waage – nicht zuletzt auch durch einige Frusttafeln Schokolade. Sobald das mit dem Bein aber wieder gut ist und ich wieder Sport machen kann, hat sich das aber hoffentlich ganz schnell wieder.

Viel unterwegs gewesen?

Nicht so viel wie vielleicht gewünscht. Eine Woche auf Norderney im Juli, eine Woche auf dem Hausboot in Amsterdam. Der Kurztrip an den Bodensee. Gerne hätte ich auch mehr Radtouren gemacht – die große Tour nach Türnich war großartig. Nächstes Jahr wird mehr gereist!

Wie lief es beruflich?

Es kamen tolle Aufträge in diesem Jahr. Wie immer gab es aber auch viel Bluff und heiße Luft, immerhin habe ich das in diesem Jahr größtenteils rechtzeitig erkannt und nicht mehr so nah an mich herangelassen. Stattdessen habe ich versucht, eine gute Basis für 2015 geschaffen, in der daraus dann mehr werden soll.

Der hirnrissigste Plan?

Mit einer vermeintlichen Freundin eine Veranstaltung zu organisieren. Die ganze Arbeit hing schliesslich mehr oder weniger komplett an mir, weil die Frau mittendrin entschied, mich mit allem kommentarlos hängen zu lassen. Und das Blogtheme hier zu ändern – jetzt ist es wieder wie vorher und das bleibt jetzt auch so.

Die beste Entscheidung?

Das rieselnde Pailettenhemd zu kaufen. Und hier wieder mehr zu bloggen, ohne mich dabei darum zu kümmern, wer das liest.

Die gefährlichste Unternehmung?

Trotz des Beines nach Amsterdam zu fahren.

Das leckerste Essen?

Es gab viel tolles Essen in diesem Jahr, das meiste davon haben wir daheim selber gekocht. In Erinnerung sind mir davon geblieben: Die Brauhaus-Koteletts mit der tollen Pimenton-Sauce, Sushi im Kintaro, der Abend beim Italiener hier in Sülz, der Mädelsabend bei Steffi, Loup de Mer bei Ännie, der  Inder in Amsterdam und das Strandkorb-Picknick auf Norderney.

Das beeindruckendste Buch?

Ich habe definitiv zu wenig gelesen in diesem Jahr – beschämend zu wenig. Definitiv das dämlichste Buch und insofern auch das beeindruckenste: Das schlimme USA-Buch von Katja Kessler. Wie kann so ein wirrer Mist in die Spiegel Bestseller-Liste rutschen?

Der ergreifendste Film?

Ich habe in diesem Jahr kaum Filme geguckt, eher Serien. Als ergreifend würde ich sie nicht bezeichnen, großartig waren allerdings Game of Thrones, Marco Polo, Sons of Anarchy, Downtown Abbey, Walking Dead, Breaking Bad, Suits, Penny Dreadful,  Boardwalk Empire und House of Cards. Teile davon hatte ich allerdings schon in 2013 gesehen.

Die beste Musik?

Nach wie vor Angus und Julia Stone.

Das schönste Konzert?

Ich bin auf keinem einzigen gewesen.

Die meiste Zeit verbracht mit …?

Stricken und mit Schmerzen auf dem Sofa liegen.

Die schönste Zeit verbracht mit …?

Mit meinem Mann das wird auch immer so bleiben. Zwei Jahre sind wir jetzt schon miteinander verheiratet und es wird nach wie vor immer besser.

Vorherrschendes Gefühl 2014?

Ich habe viel gelernt in diesem Jahr. Über Schmerz und Krankheit und leider auch über Verlust. Und dann aber immer wieder: Wie so etwas einen mit dem Partner nur noch immer enger zusammenschweisst. Und ich bin in Köln endlich angekommen.

2014 zum ersten Mal getan?

Eine Katze im Garten beerdigt. Im Badeanzug vor Freundinnen rumlaufen, ohne mich dabei in ein Handtuch einzuwickeln. Die haben also alle meinen dicken Hintern gesehen und es war sowas von egal.

 2014 nach langer Zeit wieder getan?

Für den Führerschein gelernt.

 Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Der Tod meiner kleinen Katze. Die Streptokokken-Infektion. Falsche Freunde.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Mich selber davon, dass ich schreiben kann und auch muss.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Der selbstgehäkelte Seidenlace-Schal, den ich meiner Mutter geschenkt habe. Und die diversen Paar Socken, die ich in der Familie verschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Die Geduld, die mein Mann mit mir hatte, als ich so krank war, und die Hingabe und Geduld, mit der er sich um mich gekümmert hat.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Ich glaube an Dich.”

2014 war in einem Wort drei Worten:

Anders. Anstrengend. Wichtig.