198/365: Sushi

Juli 17th, 2014 § Kommentare deaktiviert § permalink

Sushi

Schlechte Laune Tag, der mit viel all-you-can-eat-Sushi endete. Gewichtstechnisch alles im Lot, das kurzurlaubsbedingte Plus ist wieder ausgeglichen. Das bedeutet, das ich das neue Gewicht von minus 12 Kilo vier Wochen locker gehalten zhabe, obwohl ich gut gegessen habe, ohne auf Dinge zu verzichten. Es war praktisch alles dabei, was normalerweise gestrichen ist: Zucker, Weißmehl, Alkohol, Kohlehydrate abends. Wenn man erstmal raus hat, wie man kleine Schwankungen sofort wieder ausgleichen kann, geht es also ohne Jojo-Effekt – man muss allerdings jeden Tag darauf achten. Aber ehrlichgesagt: Das ist nicht schwer. Nächste Woche gehe ich dann die nächste Etappe an.

197/365: Schwimmen

Juli 16th, 2014 § Kommentare deaktiviert § permalink

Meer

Den Mann mit zum Schwimmen geschleppt und ein paar Bahnen gezogen. Die Sonne glitzerte durch die Bäume, das Wasser schimmerte sanfttürkis, die Bäume rauschten ein bisschen im Wind. Es ist nicht das Meer, aber immerhin. Staune außerdem immer wieder darüber, wie schnell man dort mit anderen Menschen ins Gespräch kommt.

196/365: geplant

Juli 15th, 2014 § Kommentare deaktiviert § permalink

schlappen

Meine geheime Superkraft: Dinge kommen sehen. XY hat nun wohl feststellen müssen, dass eben doch kein neues Leben anfängt, nur weil man unter lautem Getöse ein bisschen umzieht,  man nimmt sich nämlich immer mit und da hilft es auch nicht, sich mit Hilfe von abstrusen Maßnahmen auf die Suche nach dem inneren Frieden zu machen. Unzufriedenheit ist kein Zustand, sondern eine Haltung. Außerdem: Einen neuen Badeanzug und Hosen bestellt, geschwommen, gestrickt und Gedanken über die restliche Planung des Sommers gemacht.

195/365: Wasser

Juli 14th, 2014 § Kommentare deaktiviert § permalink

Seerhein

Genervt, den ganzen Tag. Ich habe einfach keine Lust auf Köln. Aber auch nicht aufs Wegfahren, als der Mann mich fragt, ob ich im August mit nach Berlin will oder doch noch ein paar Tage an den See, obwohl das jetzt ja anders geplant war. Will ich nicht, ich habe nämlich auch keine Lust darauf, wieder den Koffer zu packen und rumzufahren. Ich will einfach nur irgendwo sein, wo es richtig viel Wasser hat. Der See ist das, was mir in Köln auch nach fast vier Jahren noch immer am meisten fehlt und daran gewöhnen werde ich mich wohl nie. Vor allem nicht im Sommer.

194/365: Weltmeister

Juli 13th, 2014 § Kommentare deaktiviert § permalink

WM 2014

Und saßen wir am Abend vorher noch auf dem Deich in der Sonne, um Sonnenuntergang zu gucken, beginnt der letzte Tag grau und trübe. Mit dem um halb sieben aufstehen, um vor dem Frühstück noch ins Meer zu hüpfen, ist es wieder nichts geworden, aber wer will auch an einem solchen Tag so früh ins Wasser, wenn es zu allem eh keine Wellen hat. Die Taschen packen, das letzte Frühstück, an der Lobby auschecken und dann haben wir noch fast einen Tag vor uns, denn unsere Fähre fährt erst am späten Nachmittag.

Ein bisschen missmutig sind wir, der Kurzurlaub war viel zu kurz, länger zu bleiben wäre schöner gewesen, es war zu wenig Zeit, um abzuschalten und mal richtig durchzuschnaufen. Friesentee auf der “Marienhöhe”, wo draußen nur Kännchen serviert werden, man sitzt auf hässlichen Plastikstühlen an mit hässlichen Plastiktischtüchern eingedeckten Tischen, wenigstens kann man aufs Meer gucken. Später ziehen wir wir eine Runde durch die Innenstadt und als ich die obligatorische Schneekugel in einem Ramschladen kaufe, steht da die gleiche, die ich im letzten Jahr auf Amrum gekauft hatte, die mit der Möwe nämlich, nur eben mit dem anderen Inselnamen. Wenn wir tatsächlich nach und nach alle Inseln abklappern wollen, könnte es kugelmotivtechnisch vermutlich eng werden. Drei Stunden haben wir noch, zwei davon hängen wir in der Milchbar ab. Schönes Ambiente, leckeres Essen, aber wie immer liebloser Service. Warum sich auch anstrengen, der Laden ist ja eh immer voll und da ist es auch egal, wenn man abends nur einen Mann an der Außentheke stehen hat und 50 Leute aber in der Schlange stehen, um sich ein Getränk zu besorgen. Gekauft haben wir da jedenfalls nur am ersten Abend was, an den anderen haben wir uns eigene Getränke mitgebracht. Kühl ist es, ein bisschen regnet es dann auch noch und schliesslich verziehen wir uns für die letzte Stunde ins Wohnzimmer des Hotels. Ich habe keine Lust mehr auf Stricken oder Lesen und starre vor mich hin, es reicht jetzt, der Tag war zäh und ich will nach Hause, aber da ist ja noch die lange Zugfahrt.

Das Endspiel der WM hören wir per Radio, erst mit dem mitgebrachten im Zug und später über Autoradio im Taxi, die Stadt ist wie ausgestorben und die Straßen frei, so leer habe ich Köln noch nie gesehen. Am Ende der zweiten Halbzeit sind wir endlich daheim und eine gute Dreiviertelstunde später ist Deutschland Fußball-Weltmeister 2014.