März 13, 2015 0

Benni

By in 365

Benni Schreibtisch

Benni schielt

Und das ist Benni. Der schaut seit ein paar Monaten täglich mehrfach bei uns vorbei. Zum Spielen, zum Fressen oder zum Theo abzuholen und mit ihm eine Runde im Garten zu drehen, natürlich nachdem er uns vorher gebührend begrüsst und beschmust hat. Ab und an schläft er auf dem Küchensofa neben dem Mann, wenn er da liest. Oder er schaut abends bei uns im Bett vorbei und außerdem latscht er, wie alle Katzen in diesem Haushalt, liebend gerne und mit Passion auf meinem Schreibtisch herum, wenn ich da gerade arbeite. Seine Leute wohnen schräg gegenüber, zwei Eltern und drei kleine Kinder, sehr nette Leute, aber vermutlich ein bisschen zu laut und zu quirlig für so eine Katze, Katzen und Kinder, das ist ja immer so eine Sache. Etwa ein Jahr ist er jetzt alt und ich wette, eines Tages bringt er seine sieben Sachen in einem großen Koffer mit. Von mir aus gerne. Die zufriedensten Katzen sind immer die, die sich ihr zuhause selber ausgesucht haben. So war´s mit Susi und so war´s auch mit Theo.

An Susis Grab gucken die ersten Tulpen aus der Erde, fünf Zentimeter sind sie schon hoch.

März 12, 2015 0

Ungeduld

By in 365

tulpe

Größtenteils pflaster- und verbandsfrei bedeutet allerdings nicht, dass der Spaß nun vorbei ist. Und es nervt, nervt, nervt so sehr, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Noch immer ist das Bein phasenweise geschwollen und schmerzempfindlich, vermutlich hat es sich den ganzen schlimmen Schmerz des Herbstes gemerkt und reagiert bei kleinsten Kleinigkeiten so, als wäre sonstwas los. Das Beste gegen die Schwellung ist Bewegung und am allerallerbesten Schwimmen, aber auch das ist weiterhin kompliziert: Das Rasieren der Haare drumherum fürs wasserfeste Pflaster, bzw. das superklebende wasserfeste Pflaster für die erste Aquafitnes am Montag seit August  jedenfalls war keine gute Idee, das Rasieren hat gereizt und der Kleber beim Abziehen Hautfetzen von bis dato ganz normal gesunden Beinteilen mit abgerissen, das tut seitdem weh und setzt alles andere in Daueralarmbereitschaft. Das für heute geplante Schwimmen fiel daher aus, denn ich kann nix drüber kleben, weil die Haut den Kleber nur schwer erträgt, bei vorhandener Reizung schon gar nicht. Und ein Pflaster brauche ich, allein schon, um mich vor neugierigen Blicken besser zu fühlen, denn auffällig ist die Narbe durchaus. Ob ich am nächsten Montag wieder zur Fitness kann, ist also noch offen. Bis zum Meerwasserwellenbad, das 80m von unserer gebuchten Ferienwohnung entfernt steht, sollte es aber hoffentlich wieder gehen… bis dahin weiter aushalten und abwarten. Wie halt schon seit Monaten.

März 4, 2015 0

After all

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IMG_2578

Irgendwann im November gesagt: Sobald das Bein einigermaßen verheilt ist, gibt´s einen schönen Ring. Und das ist er. Seit letzten Samstag bin ich vollständig verbands- und größtenteils pflasterfrei und brauche vor allem aber keinen Duschsack mehr. Ein bisschen ziept es noch ab und an, aber nur ein bisschen. Beinmodell werde ich mit der Narbe vermutlich nicht mehr, aber hey, dafür hat sie fast die Form des Bodensees.

 

Februar 1, 2015 2

Schreiben

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Und dann sind da diese Texte, die geschrieben werden müssen und um die ich erst einmal ein paar Tage herumschleiche, weil ich mal wieder den Anfang nicht finde. Das Büro dafür wenigstens schön machen wollen und Hyazinthen aufstellen und als sie schliesslich anfangen zu blühen, riecht es wie im Puff. Coworking also, denn im Puff kann ich nicht schreiben. Kaffee mitnehmen, im neuen schicken Thermosbecher mit dem Patentverschluss, der es möglich macht, gleichzeitig von allen Seiten zu trinken. Das ist irgendwie komisch, denn wer hat schon so einen Mund. Der Deckel verschliesst außerdem den Becher nicht dicht, also läuft der Milchkaffee aus und ruiniert die Tasch, das Zeug lässt sich aus dem Kunstleder nicht mehr rauswaschen und stinkt zwei Tage später, als gäbe es kein Morgen. Mit Waschmittel, Essig und bakteriozidem Zeug versuchen, der Sache wieder Herr zu werden, aber das macht alles nur noch schlimmer, schliesslich riecht die Tasche nach totem Esel und das ist noch viel ekelhafter als die Hyazinthen, die mittlerweile in voller Pracht blühen, so dass ich das Büro nicht mehr betreten kann. Das ist alles blöd, denn ich kann ja auch nicht mehr raus ohne die Tasche, mit aber schon gar nicht, denn so, wie die riecht, werde ich damit sicher sofort verhaftet. Ans Weiterschreiben ist so natürlich auch nicht zu denken. Also klicksel ich im Internet herum, wundere mich ein bisschen über die Leute und bestelle außerdem ein paar Schuhe, weil die als superbequem angepriesen werden. Als ich sie dann ein paar Tage später in der Hand halte, sind sie in der Mitte ungefähr halb so breit wie mein Fuß und ich wundere mich noch mehr über die Leute, denn wer hat bitte solche Füße? Thermosbecher mit undichten Deckeln, Schuhe mit halb so breiten Sohlen wie benötigt, die Welt ist doch bekloppt. Die Schuhe gehen also zurück, genau genommen brauche sie ja auch nicht, denn ich kann ja eh nicht raus. Es hilft alles nichts, ich muss was tun und das Problem in seiner Basis bekämpfen, also klicksel ich im Internet herum und bestelle am Donnerstagmorgen eine neue Tasche, die am Donnerstagabend auch schon geliefert wird. Am Freitag also wieder Coworking, jetzt kann ich ja wieder raus. Ohne Thermosbecher diesmal allerdings, ich kann ja auch Tee trinken. Endlich ein bisschen schreiben, aber nicht lange, denn mittags drücken meine alten, unbequemen Schuhe und so kann ich einfach nicht arbeiten und schreiben erst recht nicht.

Es ist kompliziert, wirklich. Aber am Montag, am Montag, da schreibe ich was, irgendwo, irgendwas, ehrlich jetzt.

Januar 24, 2015 0

Schnee

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schnee

Und geschneit hat es am Wochenende. Um sieben Uhr aufgestanden und rausgeguckt: Alles Grün. Um neun  wieder aufgestanden und rausgeguckt: Alles weiß. Mittags dann aber schon mitleidig den Richtung Pilzberg wandernden, Schlitten durch den tauenden Schnee-Kies-Matsch hinter sich herziehenden Kindern hinterhergeguckt. Und abends war alles wieder wie immer: Grau, nass, trüb.

Januar 14, 2015 0

Kräutertee

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tee

Die Küchenschränke ausmisten und dabei unter anderem neun Tüten Kräutertee, drei Packungen Semmelbrösel, zwei angebrochen Tüten Risotto sowie acht verschiedene Mehlsorten finden, bei der ich eine nicht mehr identifizieren kann, weil sie ohne Label in eine Dose umgefüllt wurde und wann das war, weiss ich doch ich nicht. Die noch nicht angebrochenen Gewürztüten, die ich mir 2007 in Amsterdam gekauft haben, werfe ich glaube ich weg. Außerdem: Unser Foodblog ist fertig und läuft: Küchensofa.com