Edinburgh, die zweite – Tag 1

Und dann also wieder Edinburgh. Wegen des Wollfestivals und aber auch wegen des Überhaupts und weil man ab und an einfach auch mal wieder wegfahren muss, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Die Bekannte, die eigentlich un-be-dingt! mitwollte, war zwar irgendwie verloren gegangen, aber das war letztlich dann doch nicht traurig. Mit Leuten reisen, die ununterbrochen quasseln und dabei die meiste Zeit dafür verwenden, um über andere zu lästern – schwierig. Also eine Reise zu zweit, aber so geht es ja eh immer am besten.

Morgens mit dem Zug nach Frankfurt, von dort mit dem Flieger nach Edinburgh. Über den Flug gibt´s nicht viel zu sagen, die meiste Zeit war ich einfach eine Insel und in der Regel kommt man ja zum Glück immer irgendwann mal an. So auch hier. Mit dem Bus in die Stadt, einchecken im Hotel, praktischerweise genau am Fuße der Unterstadt vor der großen Bahnhofsbrücke und somit super zentral gelegen. Das Zimmer sehr klein, aber nach hinten raus, also ruhig, der Rest ansonsten so, wie es im Motel One eben so ist, außerdem eine sehr schöne große Lobby, morgens als Frühstückssaal genutzt und abends als Bar, mit langen Tischen und gemütlichen Sesseln. Preislich absolut ok. Gute Wahl also. Das mit dem Platz ist außerdem nicht weiter schlimm, das Gepäck liegt nämlich noch in Frankfurt herum.edinburgh 7

 

Nach dem Einchecken brav hoch in die Royal Mile, das Castle schenken wir uns auch diesmal wieder, nicht zuletzt, damit wir für einen dritten Besuch noch offen haben.

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Dafür ein kleiner Lunch in „unserem“ Pub, in dem die unsympathischen Franzosen damals „Steak Pie“ bestellten und dabei meinten, es sei „Steak“, worüber wir bis heute noch lachen. Und ich esse erstmal Haggis, denn das hatte ich beim letzten Besuch für den nächsten offen gelassen. Alles vom Schaf außer die Augen also auf Kartoffelstampf mit Püree und Sauce und erstaunlich lecker. Ohne Whisky aber, denn es ist ja erst Mittag.

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Später Kaffee in einem winzigen, charmanten Kaffee vorm Hotel, dem Milk Man – der Kaffee ist perfekt und die Besitzer unendlich freundlich. Wer je in Edinburgh Kaffee trinken möchte, sollte das hier tun.

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Danach mit dem Bus runter nach Leith, am alten Hafen spazieren gehen und Tea Time ohne Tee in Mimis Bakehouse haben- mindestens 50 Frauen und mit meinem zwei Männer sitzen hier und alles sieht aus wie ein Instagram-Foto. Und ich esse die wohl pappsüsseste Torte, die ich je gegessen habe, aber nur zur Hälfte, weil es nicht mehr geht. Auf dem Instagramfoto sieht sie dafür super aus, keine Frage.

 

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Abends schließlich noch Pub-Food bei Malt Shovel Inn, nur wenige Meter vom Hotel entfernt und  leider ohne Foto von den angeblichen besten Fish and Chips der Stadt. Dass wir hier vor drei Jahren schon mal waren, merken wir allerdings erst, als wir drin sitzen, ich habe damals also wohl ganz offensichtlich etwas anderes gegessen.

Ein langer erster Tag mit allem dabei, dafür aber erstaunlicherweise mit ohne Knie trotz der nicht wenigen Strecke, die wir an diesem Tag zu Fuß zurückgelegt haben.

Pläne

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Wie gut es sich anfühlt, wenn man sich von Dingen, die man weder braucht noch mag, einfach befreit. Außerdem: Statt Finnland wird es jetzt das Stadthäuschen in Amsterdam. Zwei Wochen kreative Auszeit in einer der schönsten Städte der Welt. Mit Dachterrasse, von der aus man nachts in die Sterne gucken kann.