Schlagworte: Radeln

Geradelt: Am Rhein entlang nach Zündorf

Und heute endlich die Radtour, die wir schon länger machen wollten und die wegen schlechten Wetters mehrere Male ausfallen musste: Richtung Zollstock in die Südstadt, dort durch den Volksgarten und dann über die Severinsbrücke auf die andere Seite, durch Deutz zu den Poller Wiesen und den Drachenfliegern, dann immer weiter Richtung Porz, irgendwo davor im Café Wiesenhaus einen Kaffee trinken und ausnahmsweise ein Eis essen, danach durch Porz hindurch und zwischen Weizenfeldern und dem Rhein weiter nach Zündorf und dort auf die Halbinsel Groov. Am Sandstrand sitzen und ins Wasser gucken, schließlich mit dem Krokodil auf die andere Seite übersetzen und von dort alles wieder zurückradeln, erst durch den Auenwald, dann vor Rodenkirchen an den unzähligen Strandparties vorbei und sich durch das Gewusel an der Promenade durchschlängeln. Nun an den Restaurant-Kähnen vorbei, immer weiter bis nach Bayenthal und da links rein und den Gürtel hochradeln, wieder durch Zollstock durch, schließlich nach der Eisenbahnbrücke am Bahndamm entlang und danach rechts hoch, über die Luxemburger rüber und daheim ankommen. Mit schmerzenden Hintern, aber dafür mit 33,5 Kilometern in den Beinen.

(Und das Blog hat übrigens endlich ein neues Kleid bekommen)

Radeln. In Köln.

Einmal Reifenflicken kostet beim Sülzer Dynamo 15 Euro. Und radeln in Köln? Das kostet Nerven. Da wären zum Beispiel die völlig desolaten Radwege – 100mal lieblos geflickt, von Wurzelwerk durchzogen oder von Autos zugeparkt, wenn nicht gerade irgendwelche Leute darauf rumlatschen. Zumindest dann, wenn es sie überhaupt gibt, die Radwege. Schlimm die unzähligen Ampeln, an denen man alle 50 Meter stoppen muss, um sich dann von anderen Radlern, die meinen, nur weil eine Frau Elise mit ihrem Diamant nicht so spritzig anfährt, einen bei Grün erstmal schön rechts überholen zu müssen und die, selbst wenn man sie ganz kurz nach der Ampel einge- und überholt hat, das bei den nächsten fünf Ampeln wieder so machen müssen. Fünf bis zehn Mal nacheinander. Von Straßenbahnschienen, in denen man stecken bleiben kann und Leuten, die einem Flaschen, Tempos und faules Gemüse in den Fahrradkorb legen, will ich gar nicht erst anfangen. Auch nicht davon, dass ich mein Diamant in Köln kaufen musste, weil mir mein mitgebrachtes Konstanzer Fahrrad direkt vor meiner Haustür weggeklaut wurde. Am Schlimmsten sind allerdings diese XXXXXXXXX (zensiert) und (XXXXXXX XXXX XXXXX XXXXXXX (zensiert) Spackospacken, die “irgendwie versehentlich” Riesenreißzwecken auf dem Radweg verlieren und das nicht merken, Frau Elise allerdings schon, weil die mit ihrem schönen Diamant dann schön drüber fährt und pffffffftttttttttttt….  aber jetzt ist es wieder geflickt. Und mit der Bahn fahre ich trotzdem nicht, Kölner, vergesst es.