Winterwonderland in Köln Sülz

Januar 22nd, 2013 § 3 comments § permalink

Und dann hat es geschneit, letzte Woche schon und nochmal am Wochenende und weil es kalt draußen ist, ist der Schnee nicht zu hässlichem Matsch geschmolzen, sondern liegen geblieben. Gut 20 Zentimeter Schnee sind es und wer nicht raus muss, lässt es lieber bleiben. Kaum alte Menschen sind auf den Straßen zu sehen, die bleiben lieber daheim, denn es ist glatt und einen Oberschenkelhalsbruch will niemand riskieren. Auf den Gehwegen vor den Wohnhäusern wird geschippt, gesalzen und gestreut, was nur geht, die öffentlichen Wege aber und die Straßen werden nicht geräumt, denn die Stadt muss sparen und Räumfahrzeuge und Streusalz kosten Geld. Wer doch raus muss, weil die Lebensmittel knapp werden oder weil er nicht wie ich zur Zeit daheim arbeiten kann, läuft hektisch an den Wohnhäusern vorbei, den Blick stets besorgt nach oben gerichtet, denn noch immer haben alle hier im Veedel die Frau in Erinnerung,die samt Baby im Kinderwagen von einer Dachlawine verschüttet worden war. Die Sache ging zum Glück gut aus, doch das hätte auch anders enden können, die Schwiegereltern, die ein paar Straßen weiter im Viertel wohnen, erzählen vom Auto eines Nachbarn, dessen Heckscheibe von einer Dachlawine komplett zerstört wurde. Da, wo ich herkomme, sind Lawinenschutzgitter auf den Dächern Pflicht, in Köln aber sieht man das wohl nicht so eng.

Am Sonntag gehen wir im Park spazieren und ich ziehe zum ersten Mal in diesem Winter die neuen gefütterten Stiefelschuhe mit der superdicken Sohle an, obwohl ich Stiefel schon immer noch mehr gehasst habe als Strumpfhosen und Erbseneintopf zusammen. Die Stiefel sind unwahrscheinlich schwer und es ist anstrengend, damit durch den Schnee zu stapfen, erst recht nach den faulen letzten drei Wochen auf dem Wohnzimmersofa. Weil es wieder schneit und ich auch Mützen hasse, habe ich die Kapuze weit über den Kopf gezogen und den Schal dreimal um den Hals gewickelt, wenn ich mehr als nur den halben Meter Boden vor meinen Füßen sehen oder hören möchte, was der Mann erzählt, muss ich den Kopf weit nach hinten reissen und der Mann lacht sich darüber kaputt. Wir laufen einen weiten Bogen durch Sülz und gehen in der Neuenhöfer Allee in den Park hinein. Überall Väter, die Schlitten mit schlafenden Kindern hinter sich aus dem Park ziehen, quiekende Kinder mit roten Gesichtern und bunten Pudelmützen, die hinter ihren Eltern in den Park hineinmarschieren, aber auch viele Paare wie wir, die einfach nur spazieren gehen, und alle haben sie dieses Leuchten in den Augen. Wir laufen weiter in den Park hinein, am Tennisplatz links vorbei und dann sehen wir es, das riesige bunte Gewusel vor uns. Rechts der flache Hügel, auf dem die kleineren Kinder rodeln, umsäumt von einer Horde Eltern, die den Kindern ihre Mützen gerade rücken, die Abfahrten gebührend bewundern, den Kleinen die Nasen putzen und die Schlitten dann wieder nach oben ziehen. Und links die große steile Rodelbahn am Pilzberg, eine der härtesten Abfahrten der Stadt, wie uns ein Neunjähriger erklärt, der einen knallrotem Plastikbob hinter sich herziehend, an uns vorbeistapft. Es müssen Hunderte von Menschen sein, die sich hier versammelt haben und es sind nicht nur die Kleinen, die sich todesmutig auf die Schlitten werfen, um mit einem Affenzahn den Hang hinunterzurasen. Hin und wieder stürzt einer, vor allem nach der fiesen Schanze, nach der man, wenn man sie richtig anfährt, einige Zehntelsekunden durch die Luft fliegen kann. Der Weg unter dem Berg ist verschwunden, denn der ist nun Teil der Rodelbahn und wer vorbeilaufen will, muss mitten über die Wiese laufen, auf der aber der Schnee von den vielen Menschen längst zu einer flachen Platte festgetreten wurde. Am Rand der Bahn eine Karawane von Eltern und Kindern, die die Schlitten wieder nach oben zerren, und weil es so viele sind, dass man nicht richtig vorankommt, gehen viele ein paar Meter nebenan quer durch den Wald nach oben. Man sieht nur wenige Kinder weinen, alle aber haben sie dieses Strahlen im Gesicht, auch die Erwachsenen, die wie wir einfach nur ein bisschen zugucken. So muss Winter sein, genau so und nicht anders, und genau so hat man ihn auch aus der eigenen Kindheit in Erinnerung und es ist großartig, dass es ihn jetzt, im Januar 2013, auch in der Großstadt noch gibt.

Das einzige, was zum ganz großen Glück fehlt: Ein Glühweinstand. Den Glühwein trinken wir dann aber daheim und daheim, das ist nur fünf Gehminuten vom Winterwonderland entfernt.

Geschichten über Köln, Konstanz und die Sache mit der Heimat

November 19th, 2012 § 4 comments § permalink

Nachdem in diesen Tagen das großartige Wiesbaden-Buch “63,75 – das Buch” erschienen ist, in dem auch ein Artikel von mir erschienen ist, haben viele andere Blogger das Thema “Heimat” ebenfalls für sich entdeckt. Herr Buddenbohm hat das zum Anlass genommen und in einer Blogparade dazu aufgerufen, Texte über Hamburg zu schreiben, die er in seinem Blog sammelt: Der Rest von Hamburg. Frau Bogdan sammelt parallel in ihrem Blog Artikel über den Rest der Welt und schreibt dabei insbesondere über Helgoland. Und Anne Schüssler sammelt Artikel über das Ruhrgebiet.

Ich selber schreibe hier ja seit über zwei Jahren über Köln und Konstanz, nachdem ich vor zwei Jahren der Liebe wegen vom Bodensee ins Rheinland umgezogen bin. Und gerne möchte ich diese Gelegenheit nutzen und auf meine eigenen Lieblingsartikel dazu nochmals hinweisen:

Und über Konstanz und den Bodensee habe ich natürlich auch eine ganze Menge geschrieben, zum Beispiel:

  • In der Eisenbahnstraße”erzählt von einer ganz besonderen Hausgemeinschaft in einer ganz besonderen Straße
  • “Der Katzen-Opa”erzählt nochmals von dieser besonderen Straße
  • “Konstanz halt” handelt davon, wie es ist, nach längerer Zeit mal wieder in die alte Heimat zurückzukommen.
  • “Heimat” erschien vor drei Jahren in einer früheren Ausgabe des Stijlroyal-Magazins und erzählt davon, was ich persönlich als Heimat empfinde

Viel Spaß beim Lesen! Und natürlich werde ich in diesem Blog auch weiterhin über die Sache mit der Heimat schreiben, denn da gibt es noch so einiges zu erzählen…

 

Köln, Sülz und die Sache mit den Imis und den Pimmocks

Oktober 22nd, 2012 § 25 comments § permalink

Die Sache mit der Heimat ist übrigens gar nicht so einfach. Da, wo man seine Heimat hat, sind nämlich leider immer auch die Anderen. Die Anderen, das sind die, die nicht von hier sind. Wo “hier” ist, ist dabei erstmal egal. Ebenso egal ist es, dass die Anderen auch eine Heimat haben. Aber diese Heimat, daran lässt sich nun mal nichts ändern, ist eben woanders und somit die falsche Heimat. Denn DIE HEIMAT, das weiß jedes Kind, ist einzigartig und kann es daher logischerweise auch nur an einen einzigen Ort geben.

Da man leider fast überall von Menschen umgeben ist, die von woandersher kommen, ist die Sache mit der Heimat sehr anstrengend. Diese Anderen tun nämlich so, als wäre es das normalste der Welt, seelenruhig durch die Straßen zu laufen, in denen mal selber doch als mit seinen erstem Paar Diskorollschuhe gefahren ist. Manche von denen ziehen sogar in die Häuser, an denen man Morgen für Morgen auf dem Schulweg vorbeilaufen musste. Und wieder andere kaufen darüber hinaus in den Supermärkten ein, wo man sich als Teenager für Drei Mark 99 seine Flasche Faber Sekt gekauft hat, um sie hinterher mit den Freunden im Park zu trinken. Die Anderen tun einfach so, als wäre es völlig selbstverständlich, so zu leben, als wären sie hier zuhause und das ist natürlich mächtig unverschämt und geht gar nicht. Darum ist es wichtig, auf die eigene Heimat gut aufzupassen, denn was wäre, wenn diese Anderen irgendwann mal überhand nehmen würden? Dann wäre es doch so, dass es auf einmal viel mehr Heimat woanders gäbe, also da, von wo die Anderen jeweils herkommen. Und dann wäre die eigene Heimat irgendwann verloren. Und dann könnte man auch niemanden mehr beschimpfen, dass er einem nämlich die Heimat wegnehmen würde und hier daher nichts zu suchen habe und daher am besten ausgewiesen werden solle. Und was sollte man dann bitte den lieben langen Tag tun?

Köln sei so weltoffen und tolerant, heißt es immer. Doch gleichzeitig unterscheiden Kölner ziemlich genau zwischen „echten“ Kölnern und solchen, die es nicht sind und thematisieren das alles auch gerne bei sich jeder bietenden Gelegenheit. Sogar eigene Namen gibt es für die nicht „echten“ Kölner, nämlich Pimmocks“oder „Imis“. Als „Pimocks“ wurden ursprünglich Gastarbeiter bezeichnet, die einst bei der Erntezeit auf dem Land dringend gebraucht wurden, nachdem die Preußen aus der Stadt abgerückt waren. In der Regel kamen sie aus dem Osten oder der Lünebürger Heide und konnten nicht besonders gut lesen oder schreiben und so erhielt der Begriff des „Pimmocks“ eine verächtliche Konnotation, die sich bis heute erhalten hat. Wobei damals die wenigstens Landarbeiter damals wirklich gut lesen oder schreiben konnten, auch nicht die, die aus dem Rheinland stammten, aber das nur nebenbei. Die Gastarbeiter arbeiteten aber nicht nur auf dem Land, sondern auch im Bergbau im rheinischen Braunkohlerevier, das sich rund um die Stadt erstreckt. Und natürlich kamen die Gastarbeiter im letzten Jahrhundert auch längst nicht mehr vorrangig aus der Lüneburger Heide, sondern auch aus Ostpreußen, was ein bisschen etwas mit dem Ausgang des zweiten Weltkrieges zu tun hatte. Als dann endlich das Wirtschaftswunder da war und die Automobilindustrie in Deutz kräftige Unterstützung nötig hatte, kamen sie außerdem auch aus Spanien, Italien und vor allem der Türkei und waren hier herzlich willkommen, denn sie wurden dringend gebraucht. Bei Ford zum Beispiel. Die meisten von ihnen blieben in der Stadt, holten ihre Familien nach und richteten sich nach und nach eine neue Heimat ein. Oder anders: Köln hat eine lange Tradition als Einwandererstadt. Mal abgesehen davon, dass es Köln in der heutigen Größe eigentlich auch nur gibt, weil die Römer die ehemalige Ubiersiedlung im Jahr 50 nach Christus zur Stadt erklärt hatten und danach einiges dafür taten, um sie zu einer prächtigen Stadt auszubauen. Und die Römer kamen, soweit ich weiß, auch nicht gerade von hier, sondern aus Italien. Und dass es den typischen Kölner Karneval eigentlich nur wegen den Franzosen gibt… aber egal.

Was aber hat es nun mit den Imis und den Pimmocks wirklich auf sich? „Enne Pimmok es enne Fremde, dä Ete-Pitete es un sich net aanpasse will. Pimmoks die sich aanjepass hann, weede zom Immi“,, so kann man hier nachlesen. „Imi“ kommt dabei nicht von „Imigrant“, sondern von „enne imiteete Kölsche“, also jemand, der imitiert, Kölner zu sein. Das trifft für die Gastarbeiter nun sicher nicht zu, aber eigentlich auch nicht unbedingt für alle anderen, die irgendwann in die Stadt zugewandert sind. Ich kenne jedenfalls niemanden, der es schafft, Kölner täuschend echt nachzumachen, denn das ist allein durch den kölschen Dialekt gar nicht möglich. Und was unter „Ete-Pitete“ zu verstehen ist, ist auch nicht ganz klar, mit Bildung kann es jedenfalls nichts zu tun haben, denn wenn man sich die aktuelle Studie vom Integrationsrat der Stadt Köln anschaut, wird klar, dass einen typischen Fremden gar nicht gibt. Imigranten leben in völlig verschiedenen “Milieus” – “Milieu” ist nicht abwertend gemeint, sondern ist ein feststehender Begriff aus der Statistik, mit dem Bevölkerungsschichten beschrieben werden: 12 Prozent stammen jedenfalls aus dem “statusorientiertem Milieu” und 11 Prozent aus dem “Intellektuell-Kosmopolitischen Milieu” – das könnte eventuell auf dieses “Ete Pitete” hinweisen, wenn diese Gruppe zusammengerechnet nicht eben nur schlappe 23 Prozent ausmachen würde. Der Rest ist setzt sich nämlich völlig anders zusammen: 9 Prozent stammen aus dem “entwurzelten Milieu”, 16 Prozent aus dem “Arbeitermilieu”, 15% aus der “Subkultur”, 16 Prozent aus dem “bürgerlichen Milieu”, 13 Prozent aus dem “multikulturellem Performer-Milieu” und 7 Prozent aus dem “religiös-verwurzelten Milieu”. Einen “typischen Imi” oder “Pimmock” gibt es also gar nicht.

Aber was bedeutet das nun für die “Imis”? Wer sind sie denn nun und wo findet man sie, fragte ich mich lange. Bis ich letzte Woche endlich fündig geworden bin. Und zwar bei Facebook! Da gibt es eine Sülz-Gruppe und auf die wurde ich vor ein paar Wochen von einer Bekannten aufmerksam gemacht, die dort mehrere Texte und Bilder von mir gefunden hatte. Texte aus diesem Blog, aber auch PR-Texte, die ich an ein Kölner Portel verkauft hatte und eben Fotos. Das war insofern problematisch, weil ich PR-Texte immer mit einfachen Nutzungsrechten verkaufe und diese daher nur zweckgebunden verwendet werden dürfen, sofern nichts anders ausgemacht wurde. Und natürlich ist es schlichtweg nicht in Ordnung, anderen Leuten Texte zu klauen, um sich selber als Autor auszugeben. Denn keiner der Artikel war verlinkt worden, nirgends war ich als Autorin genannt worden und gefragt worden bin ich natürlich auch nicht, ob das denn in Ordnung gehe.

In der Regel diskutiere ich in solchen Fällen mit den Dieben nicht lange herum, sondern schicke eine Unterlassungserklärung und eine saftige Rechnung. In dem Fall war es eine rein privat betriebene Seite. Die Betreiberin entschuldigte sich, versprach, meine Texte zu löschen und gelobte Besserung, daher beließ ich die Sache dabei. Die anderen drei Autoren, denen auch Texte geklaut worden waren, taten es ebenso, was ich sehr großzügig fand, denn einer der Person waren nicht wie mir nur eine Hand voll Sachen geklaut worden, sondern um die 50 Texte, so dass man von einem “Versehen” nicht wirklich sprechen konnte. Aber es ging ja auch ein bisschen um Sülz – den Stadtteil, in dem die anderen Autoren und ich ja auch gerne leben, daher fiel die Entscheidung nicht ganz schwer. Sie habe es nur gut gemeint, erklärte auch die Diebin außerdem zerknirscht. Nichts desto Trotz gucke ich seitdem ab und an auf der Seite vorbei, vor allem, da offensichtlich weiterhin Inhalte von anderen geklaut werden, aber eben diesmal nur von anderen.

Wie auch immer, hier, bei dieser Gruppe, stand sie dann endlich schwarz auf hellblau, die Beschreibung des typischen Sülzer “Imi” und die möchte ich hier einfach mal wörtlich zitieren:

 ”Meiner Meinung liegt das Problem darin, dass wir zu viel Zugegezogene pseudo-Intellektuelle in Sülz haben und die Öko’s machen alles kaputt im Veedel. Was meinst Du wie die sich hier vorkommen?”  – “JA SIE HABEN DIE NASE OBEN U WOLLEN BESSER SEIN ALS DIE EINGESESSENEN IN SÜLZ” – “Ja so ist es. Die sprechen noch nicht einmal Kölsch und wenn Du als Kölner Kölsch sprichst, wirst Du noch dumm angeschaut. Ich mache das dann extra, damit sie nichts mehr verstehen. Ganz schlimm, so finde ich, ist es auf der Berrenrather Straße….. Vor dem Alnaturladen… Die Leute sollte man des Veedels verweisen….. Die gehören hier nicht hin, ist jetzt meine persönliche Meinung….” -  “DA GEBE ICH DIR RECHT” – “Danke !!! Da sind wir ja einer Meinung…. Viele andere aus dem Veedel denken ebenso…. Aber gegen eine solche Flut von Immi’s kann man nicht machen.”

An anderer Stelle wird dann nochmal genauer erklärt, was es mit diesen “Öko-Immi’s” auf sich hat:

“Öko: Stets Fahrradfahrend auf dem Bürgersteig, schnell pampig werdend. Gegen Auto tretende Fahrradfahrer (speziell Berrenrather Strasse), Menschen die dm Mitarbeitern mit ihren Laktiaeintoleranzen auf den Keks gehen, die jegliche Inhaltsstoffe eines Haarshampoos erläutert haben möchten. Leute die mich als geistig verroht beschimpfen, wenn ich im 12 Apostel ein Fleischgericht bestelle. Menschen die ihre Kinder ganze Regale ausräumen lassen und dann noch frech werden, wenn man darauf hinweist, dass das Kind das bitte unterlassen soll. Das sind Öko’s”.

Und da war ich dann doch wieder ganz froh. Denn ganz offensichtlich bin ich dann doch kein “Immi”, den man, wie an weiterer Stelle gefordert wurde “raus aus dem Veedel” verweisen müsse, weil Sülz von den “Immis dominiert” werde, weswegen es “heute nicht mehr so schön in unserem Veedel” sei. Warum? Na ist doch klar: Ich kaufe eigentlich nie bei Alnatura ein, sondern schräg gegenüber bei Naturata. Aber auch nur einmal in zwei Monaten, ehrlich! Eine Laktoseintoleranz habe ich auch nicht und was in meinem Shampoo drin ist, ist mir relativ egal. Ich bin auch nicht pseudo-intellektuell, sondern eher intellektuell. Reden Leute Kölsch, gucke ich nicht dumm, sondern antworte auf badisch. Und stehen in der Berrenrather Autos in zweiter Reihe auf der Straße, trete ich beim Vorbeiradeln auch nie auf die Tür, wenn mich wieder mal fast einer beim Öffnen der selbigen vom Rad nietet, nein, dann beschimpfe ich ihn einfach als Vollidioten und rufe gegenbenfalls, falls er mich doch erwischt haben sollte, die Polizei. Wenn ich dann noch leben sollte, weil ich in der Zwischenzeit nicht von einem anderem Auto auf der Straße liegend überfahren wurde.

Ob ich besser bin als alteingesessene Sülzer, weiß ich auch nicht. Zumindest kann ich mich verbal besser als einige von ihnen ausdrücken und weiß zum Beispiel auch, dass man “Imi” mit einem “m” und im Plural ohne Deppenapostroph schreibt. Und ich weiß auch, dass man man sich in Köln nur dann Kölner nennen darf, wenn man in der dritten Generation hier lebt. So wie die meisten der jungen Türken in Mülheim zum Beispiel.

Also die Türken übrigens, gegen die Gruppierungen wie die fürchterlichen Typen rund um “Pro Köln” so mobil machen und deren Äußerungen auf Facebook die Betreiberin der Sülz-Seite, die so gegen die “Immi’s” und die “Öko’s” hetzt, gerne mit einem “Like” versieht. Aber das ist eine andere andere, gruselige Geschichte. Ich muss jetzt auch los, durch die Straßen laufen und in einem Sülzer Supermarkt noch was einkaufen. Nicht, weil ich Sülz so phantastisch finde übrigens, sondern weil ich hier halt einfach zuhause bin. Meine Heimat aber ist woanders.

P.S. Die meisten Sülzer, die ich mittlerweile persönlich kennengelernt habe, sind übrigens sehr nette Menschen. Und die Kölner auch!

Sülz oder: Toast Hawaii bei Frau G.

April 25th, 2012 § 19 comments § permalink

Als ich den Mann damals kennengelernt hatte und er mir erklärte, er sei gebürtiger Sülzer, dachte ich an gekochte Schweinekopfteile mit ein paar Möhren in Glibber. „Sülz“, erklärter er mir, „Sülz, das ist ein Stadtteil in Köln.“ – „Sülz, wie sich das anhört!“ sagte ich „Da denkt doch jeder an Schweinskopfsülze! Das ist ja fast so schlimm, wie sagen zu müssen, man leben in Darmstadt. Du Armer!“ Wir sprachen erst einmal nicht mehr über Sülz.

Ein paar Monate später brach ich meine Zelte in Konstanz ab, packte alles, was ich besaß, in einen großen LKW und zog um. Nach Sülz. Nur ein paar Straßen weiter von der alten Wohnung des Mannes hatten wir unsere Traumwohnung gefunden: groß, ruhig, super Schnitt, katzentauglich, top Verkehrsanbindung, viel Grün drum herum, große Terrasse, nah zur Firma des Mannes und nah zur Wohnung seiner Eltern. Fragten mich Konstanzer Freunde, wo der Mann und ich künftig zusammen leben würden, hatte ich nun allerdings ein Problem. „Wir ziehen nach Sülz“ klingt nicht unbedingt danach, als hätte man sich einen Ort ausgesucht, für den man nach 38 Jahren am Bodensee alles aufgeben sollte. Meine Freunde seufzten, schüttelten besorgt den Kopf und erklärten mir, wenn ich es da in diesem Sülze nicht aushalten würde, könne ich jederzeit zurückkommen und notfalls auch bei ihnen wohnen. „Nein, nein!“, sagte ich. „Alles in Ordnung. Sülz ist ein Kölner In-Stadtteil, da eröffnet gerade eine Galerie nach der anderen, die Mieten explodieren und wer eine Sülzer Adresse hat, kann damit sein Banken-Scoring um mindestens 25 Prozentpunkte verbessern. Sülz ist super!“ – „Ach so“ sagten dann meine Freunde und: „Na, Du hast ja unsere Nummer, ruf einfach an, wenn es dort nicht gut läuft.“ Als mich ein Kunde fragte, wohin ich ziehen würde, versuchte ich es also mit etwas anderem: „Von der neuen Wohnung sind zu Fuß nur fünf Minuten zum Geißbockheim“, sagte ich. Geißbockheim, Fußball, Poldi – das würde Eindruck machen. „Was, Ihr wohnt bei einem Ziegengehege?!“ rief er entgeistert. Also erklärte ich wenig später meiner Nachbarin auf ihre Frage, wo wir denn wohnen würden: „Ach, wir wohnen am Stadtrand, Richtung Bonn.“ – „ Ach, bei der Hauptstadt! Ja, da haben Sie aber viel Glück gehabt, Bonn ist ja so viel schöner als Köln!“ strahlte sie und war zufrieden.

Mittlerweile lebe ich seit eineinhalb Jahren in Sülz. An den Namen habe ich mich noch immer nicht gewöhnt, aber ich finde, er klingt zumindest deutlich besser als „Nippes“ oder gar „Busenbach“, wo ein Teil meiner Familie her stammt und das ist ja schon mal etwas. Und erzähle ich hier in Köln Leuten, wo ich wohne, ernte ich meist bewundernde Blicke. „Och, Sülz, toll, da ist es doch so schön!“, sagen sie dann. Ich habe mir allerdings abgewöhnt, darauf zu antworten: „Ja, ich mag es auch, wir wohnen ganz hinten am Park, in einer Minute sind wir im Grünen.” Denn meistens lautet die Antwort dann: „Park? Wo ist denn da ein Park?“

Ja, es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich gelernt hatte, dass man in Köln unter dem Adjektiv „schön“ in Zusammenhang mit einer Beschreibung Kölns etwas völlig anderes versteht, als man das am Bodensee tun würde. „Schön“ im Zusammenhang mit einer Beschreibung einer Stadt bedeutet für mich etwas mit liebevoll renovierten mittelalterlichen Häusern mit Geranien auf den Balkonen und Hortensien in den Vorgärten. Es gibt gemütliche Altstadtgassen mit Kopfsteinpflastern und Buchsbäumen in Tontöpfen, die sich die Leute vor ihre blaulackierten Haustüren neben die Holzbank stellen, um dort abends eine Pfeife zu rauchen. Und im Hintergrund ist immer die Weite des Sees mit seinem Alpenpanorama. Postkartenidylle eben. Die mich damals, als ich sie tagtäglich erlebte, genervt hat, die mir aber hier in Köln schnell fehlte. Denn hier ist alles so ganz anders. Köln ist schrecklich hässlich und architektonisch eine Katastrophe, wer einmal rund um den Dom gelaufen ist, weiß, was ich meine. Das ist natürlich vor allem der Historie geschuldet, Köln wurde im Krieg zu über 90 Prozent zerstört und wie soll man in nur wenigen Jahrzehnten aufbauen, was zuvor in Jahrhunderten entstanden war. Das geht nicht. Ich habe mir darum auch schnell abgewöhnt, über die Hässlichkeit dieser Stadt herzuziehen. „Köln ist schön“, damit meinen die Kölner glaube ich: „Wir lieben unsere Stadt vor allem dafür, dass es sie wieder gibt.“ Und nur so kann ich mir auch die übergroße Liebe der Kölner zu ihrem Dom erklären, denn dass dieser vom Bombenhagel verschont geblieben war, während alles, wirklich alles rundherum in Schutt und Asche zerbombt worden war, ist ein Wunder. Wäre auch er zerstört worden, wer weiß, was dann aus der Stadt geworden wäre.

Was Sülz, den Stadtteil, in dem ich lebe, genau ausmacht, weiß ich nicht so genau. Ich finde es hier nicht besonders schön, aber auch nicht aufregend hässlich. Ich mag, dass wir in einer Gehminute im Beethovenpark sind, dass die nächste Bahnhaltestelle in 200 Metern entfernt liegt und dass wir, als Nicht-Autofahrer, eine gute Anbindung den ÖPNV haben. Ich schätze die guten Einkaufsmöglichkeiten in der Sülzburgstraße oder in der Berrenrather und der Luxemburger Straße. Ich liebe unsere Wohnung und bin glücklich darüber, dass die Katzen viel Grün ums Haus herum haben und dass uns die Eichhörnchen auf dem Balkon besuchen. Seit ein paar Wochen habe ich sogar ein Büro in Sülz. Ich mag auch, dass in der Nähe viele wohnen, die wir kennen und mögen und dass ich in Sülz, obwohl ich erst seit kurzem hier lebe, immer mal wieder Bekannten über den Weg laufen.

Als mir das zum ersten Mal passiert war, hatte ich hinterher kurz geweint, so sehr hatte mich das gerührt. In Konstanz, wo ich so lange gelebt habe, traf ich immer und überall Bekannte, da war das ganz normal. Ungeschminkt und verlottert aus dem Haus gehen – unmöglich. In Köln dagegen kannte ich anfangs gerade mal zehn Personen persönlich und das war vielleicht auch das, was für mich an diesem Umzug nach Köln am schwierigsten war: Niemanden mehr auf der Straße treffen, der weiß, wer man ist und was man tut. Doch das hat sich schnell geändert. Mittlerweile treffe ich öfter Bekannte, Leute aus meinem Arbeitsumfeld, Kollegen vom Mann, Nachbarn und in mindestens zwei Kiosken winkt man mir außerdem zu, wenn ich draußen vorbeifahre, sogar Kunden habe ich mittlerweile in Sülz, was mich unwahrscheinlich freut. Und natürlich wohnen hier viele, die ich über Twitter kenne, einer von ihnen war sogar mal mit der kleinen Schwester vom Kindergartenkumpel meines Bruders zusammen.

„Typisch Sülz“ ist für mich vielleicht, dass in der Berrenrather Straße ständig idiotische Autofahrer ihre Autos in zweiter Reihe parken und ich ganz genau weiß, dass ich eines Tages deswegen einen fürchterlichen Fahrradunfall haben werde. Mich nervt, dass in sämtlichen Sülzer Supermarktbäckereien schlechtes Industrie-Backmischung-Brot verkauft wird. Und über die Sache mit den Sülzer Postfilialen habe ich ja schon mal an anderer Stelle berichtet.

In meinem Supermarkt hängt neben der Kasse ein riesiges Sülz-Plakat von einem Kölner Zeichner, das man dort erwerben kann. „Köln-Sülz“ steht in der Mitte in riesigen Lettern zu lesen und man sieht Sülz so, wie er es mit seinen eigenen Augen sieht: Dicke, herumsausende Hunde, rundliche fröhliche Frauen mit Kinderwagen und weiteren Kindern im Schlepptau, ein Regenbogen, der Dom, ein Fahrradfahrer und zwei, drei Katzen, die von Hunden gejagt werden. Auf dem, von mir sehr geschätzten Lokal-Blog Sülz-Köln.de wurde das Plakat vor ein paar Tagen kritisiert: das habe mit Sülz nicht viel zu tun, es gäbe viele andere Dinge, die viel typischer für den Stadtteil wären. Und auch dass Sülz immer wieder mal gerne als das „Prenzlauberberg Kölns“ bezeichnet werde, weil die Geburtenrate hier recht hoch ist, sei nicht ganz richtig, denn die sei an anderen Orten auch hoch. Ich sehe das ähnlich, ich finde das Plakat hübsch, aber ein wenig beliebig. Was dann allerdings wirklich komisch war, war die Reaktion, die die Kritik hervorrief: In einem anderem Blog reagierte man ziemlich empfindlich, vermutlich, weil man mit dem Künstler befreundet ist, vielleicht aber auch aus anderen Gründen. Wütend wurde nämlich mit einer Demonstration (!) durch Sülz gegen das Sülz-Portal gedroht. Leider wurde die Demo nach einem halben Tag wieder abgeblasen, stattdessen will man nun aber immerhin einen offenen Brief veröffentlichen, um darin zu erklären, dass man die Kritik doof fand. Sülz, das ist eben ein bisschen wie eine Kleinstadt mit all ihren kleinen Streitereien und Skandälchen. Herrlich.

Als mir der Mann damals erzählte, dass er gebürtiger Sülzer sei, hatte er mir übrigens auch einen Zeitungsartikel aus dem Kölner Stadtanzeiger in die Hand gedrückt. Er heißt „Der Affe auf dem Dach” und darin steht unter anderem das hier:

 

“In den 15 Jahren, die ich nun schon hier lebe, ist mir meine Arnulfstraße ans Herz gewachsen. Warum? Weil sie mir die Angst vor der Einsamkeit in der Großstadt genommen hat. Wer wie ich in einem 800-Einwohner-Dorf im hessischen Hinterland aufgewachsen ist, weiß bestimmt, wovon ich spreche. Anonymität ist auf Dauer nichts für mich. Ich brauche den Austausch mit Freunden und Nachbarn, und sei es nur für einen kurzen Plausch auf der Straße.

Heute hab ich frei, und bei dem Wetter hält mich auch nichts in der Wohnung. Kaum habe ich die Tür abgeschlossen, steht auch schon Frau G. mit einem Teller frisch gebackenem Apfelkuchen vor mir. Es gibt wenige Dinge, für die ich Straftaten begehen würde, Apfelkuchen gehört definitiv dazu. Ich bedanke mich höflich und entschuldige mich für die laute Musik. „An sich mag ich solche Sachen ja nicht“, strahlt mich Frau G. an, „aber was Sie da hören, gefällt mir richtig gut.“ Wer hat eigentlich behauptet, dass nur junge Leute Punkmusik mögen?

 

Und wenn ich auch nicht genau sagen kann, wie Sülz für mich so ist,  am ehesten ist es das, was der Autor hier beschreibt: Sülz, das ist ein bisschen Nestwärme.

Frau G. ist übrigens ab August meine Schwiegermutter. Und weil in dieser Woche der (und bald mein) Mann nicht daheim ist, hat sie mich heute Abend zum Abendbrot eingeladen, damit ich nicht die ganze Woche alleine daheim essen muss. Es gibt Toast Hawaii.

 

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Nachtrag, 26.4.: Der Artikel wurde heute auch im Sülzer Online-Magazin “Sülz-Koeln.de – Veedelsblog für Sülz und Klettenberg” veröffentlicht.

 

Kölner Winter

Februar 13th, 2012 § 2 comments § permalink

 

“Früher, ja früher, da hatten wir noch richtige Winter”, höre ich oft. Früher, das ist irgendwann damals, als es noch keine Klimaerwärmung gab, also ungefähr zu der Zeit, als der Einsatz von Sprühsahne, Sprühlack und Haarspray noch politisch korrekt war, Dinge, die heute kein Mensch mehr benutzen würde und die man daher auch schon lange nicht mehr in den Geschäften bekommen kann. So theoretisch jedenfalls. Seitdem ich in Köln lebe, höre ich außerdem oft: “Ach, Köln, das liegt doch mitten in der Kölner Bucht, das ist eine der wärmsten Klimaregionen Deutschlands. Winter? Gibt es da nicht, die Temperaturen sind dazu zu mild!” Und manchmal frage ich mich dann, ob ich nicht vielleicht in einer Parallelwelt lebe, denn meine ersten beiden Kölner Winter waren irgendwie so ganz anders.

Wochenlang hatte es letztes Jahr geschneit, immer wieder. Es war kalt, der Schnee war liegen geblieben und verließ ich das Haus, musste ich durch wadenhoch liegenden Schnee waten. Denn irgendwann hatte die Stadt es aufgegeben, die kleinen Straßen und Wege rund um unser Haus zu räumen. Sogar die Luxemburger und die Berrenrather Straße wurden nicht mehr geräumt, denn das Streugut war verbraucht. Hatte man ja auch nicht mit rechnen können, dass man im Winter Streugut benötigt. Regelmässig wurden in Sülz Autos von Dachlawinen begraben und verbeult. Und als irgendwann eine Frau mit Kinderwagen von einem Schneebrett verschüttet worden war, wurden vor vielen Häusern die Wege mit rotweißem Band abgesperrt. Auf unserem Balkon hatten wir einen 20cm dicken Eispanzer, der über Wochen nicht mehr verschwinden wollte. Dem Nachbarn, der uns später im Sommer mit der blauen Plane des Grauens malträdieren sollte, brach beim Schippen seines Parkplatzes die Schippe mittendurch. Was wir natürlich nur rein zufällig mitbekamen. Und den ganzen Sommer über sah man im Garten im Gras dunkelgrüne Spuren – das waren die Wege der Tunnel, die sich die Katzen nach und nach durch den hohen Schnee gelaufen hatten.

Und mein zweiter Kölner Winter? Nacht für Nacht friert die Katzenklappe zu. Seit gut zwei Wochen funktionert meine Fahrradgangschaltung nicht richtig, weil sie dauernd festfriert. Wenn ich Glück habe, im fünften Gang, wenn ich Pech habe, im siebten oder im ersten, denn das Auftauen dauert länger als ich für die Wegstrecke von daheim ins neue Büro brauche. Sogar die Pudelmütze, die mir die Mama vom Mann geschenkt hat, trage ich, und zwar freiwillig, obwohl ich seitdem ich 12 bin, nie wieder eine Mütze getragen habe, aus Prinzip und weil Mützen die Frisur kaputt machen.

Die Sülzer Weiher sind zugefroren. Der Decksteiner Weiher, der Weiher im Klettenbergpark und sogar der Aachener Weiher. Ein bisschen auf dem Eis rumlaufen und für den Hund ein paar Stöckchen rauswerfen, kann jeder – hier läuft man Schlittschuh. Daß mitten auf der Eisfläche rund um die noch angestellten Wasserfontainen große Wasserlöcher sind, ist egal. Die Kinder haben sich Felder für Eishockey mit Schneehaufen abgesteckt, Erwachsene haben Picknickkörbe mit Thermoskannen dabei, andere Decken für die kalten Steintreppen am Rand, wo man auch kaum einen freien Platz  mehr findet. Es wird grillt, auf der Wiese am Rand und sogar auf dem Eis. An Bäumen Zettel mit Telefonnummern von Leuten, die Schlittschuhe verkaufen möchten. Und im Biergarten gibt es Glühwein to go im Pappbecher mit Deckel drauf, weil es so kalt war in den letzten Tagen, sind die Wasserleitungen der Toiletten eingefroren sind und wer ganz dringend muss, darf mal schnell auf die Personaltoilette.

Was ich derzeit oft höre, wenn ich mich mit Leuten unterhalte? Meistens so etwas wie: “Früher, ja früher, da hatten wir solche Winter aber nicht.” Und ich? Manchmal sage ich dann etwas wie “Totaler Wahnsinn! Verrückt!” Oder aber ich bin einfach still und lenke das Thema ganz schnell auf ein vernünftiges Thema um. Wie Kochen zum Beispiel.